Niedersachsen modernisiert Krebsregister für bessere Versorgung

Die niedersächsische Landesregierung hat den Entwurf für eine umfassende Reform der Krebsregister auf den Weg gebracht.

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Patient mit Infusionsständer (Archiv)
Patient mit Infusionsständer (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Die niedersächsische Landesregierung hat den Entwurf für eine umfassende Reform der Krebsregister auf den Weg gebracht. Damit sollen die rechtlichen Grundlagen für die Erfassung von Krebserkrankungen modernisiert und an aktuelle Anforderungen in Forschung, Versorgung und Datenschutz angepasst werden, wie die Staatskanzlei mitteilte. Konkret geht es um eine Anpassung der Landesregelungen an das Bundesgesetz zur Zusammenführung von Krebsregisterdaten.


Dieses sieht einen bundesweit einheitlichen Datensatz, den sogenannten onkologischen Basisdatensatz (oBDS), vor. Die neuen Strukturen sollen verlässlichere Auswertungen von Krankheitsverläufen ermöglichen und die wissenschaftliche Nutzung der Daten erleichtern. Gesundheitsminister Andreas Philippi betonte, die Daten seien eine unverzichtbare Grundlage für Forschung und Versorgung.

"Indem Gesundheitsdaten in einer vertrauenswürdigen Umgebung für Forschungs- und Behandlungszwecke genutzt werden können, stellen wir die onkologische Versorgung in Niedersachsen zukunftsfest auf", sagte er. Dabei würden hohe Datenschutzstandards die Persönlichkeitsrechte der Betroffenen wahren.


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