Niedersachsen will Kinder und Jugendliche in sozialen Medien besser schützen

Die niedersächsische Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative beschlossen, um den Schutz von Minderjährigen in sozialen Netzwerken zu stärken.

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Junge Leute beim Zocken (Archiv)
Junge Leute beim Zocken (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Die niedersächsische Landesregierung hat eine Bundesratsinitiative beschlossen, um den Schutz von Minderjährigen in sozialen Netzwerken zu stärken. Das teilte die Staatskanzlei in Hannover mit.


Demnach setzt sich Niedersachsen für ein Verbot sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren ein. Für Jugendliche unter 16 soll es einen altersgerechten Zugang ohne suchtverstärkende Algorithmen und KI-gesteuerte Empfehlungen geben. Die Anbieter sozialer Netzwerke sollen zu wirksamen und datensparsamen Altersüberprüfungen verpflichtet werden.

Da viele Plattformen ihren europäischen Hauptsitz in Irland haben, soll die Bundesregierung aufgefordert werden, sich auf EU-Ebene für einen starken Jugendmedienschutz einzusetzen. Ziel ist eine europaweit verpflichtende Altersüberprüfung. Ministerpräsident Olaf Lies sagte, Minderjährige seien den suchtverstärkenden Mechanismen der Plattformen schutzlos ausgeliefert.

Es sei an der Zeit, diesen Schutz wirksam einzufordern. Europaministerin Melanie Walter ergänzte, eine europaweite Altersüberprüfung sollte mit der sogenannten EUDI-Wallet umgesetzt werden.


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