Niedersachsen zahlt 1,26 Millionen Euro an Landwirte für Naturschutz

Für Einschränkungen in der Bewirtschaftung zugunsten des Naturschutzes haben niedersächsische Landwirte bislang 1,26 Millionen Euro als Ausgleich erhalten.

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Mähdrescher (Archiv)
Mähdrescher (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Für Einschränkungen in der Bewirtschaftung zugunsten des Naturschutzes haben niedersächsische Landwirte bislang 1,26 Millionen Euro als Ausgleich erhalten. Das teilten Umweltminister Christian Meyer und Agrarministerin Miriam Staudte am Donnerstag mit.


Bis Ende vergangenen Jahres seien 5.442 Anträge auf den sogenannten Erweiterten Erschwernisausgleich (EEA) eingegangen, von denen bisher 890 bewilligt wurden. Die Antragszahlen blieben nach einem verhaltenen Start mit 591 Anträgen im Jahr 2021 auf konstant hohem Niveau. In den Jahren 2022 bis 2025 gingen jeweils zwischen 1.130 und 1.367 Anträge bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen ein.

Die notwendige rechtliche Grundlage für die Auszahlungen trat mit einer Verordnung vom August vergangenen Jahres rückwirkend in Kraft. Der Ausgleich ist Teil des "Niedersächsischen Weg"', einer Vereinbarung zwischen Landesregierung, Naturschutz und Landwirtschaft. Er wird gewährt, wenn betriebliche Nutzungen aufgrund von gesetzlichen Naturschutzregelungen erschwert sind, etwa beim Schutz von Grünland, dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten oder speziellen Bewirtschaftungsvorgaben.

Für das Antragsjahr 2026 können Landwirte ab sofort Anträge über die Webanwendung 'ANDI 2026' stellen, die Frist endet am 15. Mai.

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