Polizei Osnabrück verzeichnet weniger Straftaten und hohe Aufklärungsquote

Die Polizeidirektion Osnabrück hat eine positive Bilanz der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr gezogen.

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Polizeiauto mit Blaulicht bei Nacht (Archiv)
Polizeiauto mit Blaulicht bei Nacht (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Osnabrück. Die Polizeidirektion Osnabrück hat eine positive Bilanz der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr gezogen. Wie Polizeipräsident Friedo de Vries am Montag mitteilte, ist die Sicherheitslage in der Region stabil.


Die Zahl der registrierten Straftaten im Nordwesten Niedersachsens sei um etwa zwei Prozent auf 81.539 Fälle gesunken. Im langfristigen Vergleich seit 2005 gebe es einen Rückgang um 23.000 Taten.

Zugleich habe die Direktion landesweit die höchste Aufklärungsquote erreicht. Ein besonderer Fokus liege auf der Kinder- und Jugendkriminalität sowie auf Gewaltdelikten. Bei den unter 14-Jährigen sei die Zahl der Tatverdächtigen gestiegen, während sie bei Jugendlichen sank.

Besonders häufig verbreiteten junge Menschen pornografische Inhalte über Messenger. Bei der Gewaltkriminalität stagnierten die Fallzahlen auf hohem Niveau, darunter fast 10.000 Körperverletzungen.

Die Zahl der Taten, bei denen ein Messer im Spiel war, stieg deutlich auf 438 Fälle. Die Polizei betonte die Bedeutung von Anzeigen, besonders bei häuslicher Gewalt, wo die Fallzahl mit 4.893 Taten konstant hoch blieb. Für die Zukunft sieht de Vries Schwerpunkte in der Bekämpfung digitaler Straftaten und der Gewaltkriminalität.

Er warb um Vertrauen in die Polizeiarbeit und forderte, dass die Strafverfolgung mindestens auf Augenhöhe mit der digitalen Entwicklung bleiben müsse. Dazu gehöre auch der Zugriff auf befristet gespeicherte IP-Adressen und eine Identifizierungspflicht auf Internetplattformen, um die Rechtsstaatlichkeit im Netz zu stärken.


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