Rund 4.400 Fälle häuslicher Gewalt in Hannover

In Hannover wurden im Jahr 2025 insgesamt 4.399 Fälle häuslicher Gewalt mit weiblichen Betroffenen registriert.

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Polizei (Archiv)
Polizei (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

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Hannover. In Hannover wurden im Jahr 2025 insgesamt 4.399 Fälle häuslicher Gewalt mit weiblichen Betroffenen registriert. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zu 2024 dar, als 4.338 Fälle verzeichnet wurden.


Die Beratungs- und Interventionsstellen (BISS) berichteten von 3.702 weiblichen Betroffenen, was ebenfalls einen Anstieg im Vergleich zu 2024 (3.655) darstellt. Die Zahl der Frauen, die sich direkt bei den BISS-Verbundstellen gemeldet haben, ist jedoch leicht von 997 auf 982 Personen gesunken.

Dies geht aus dem Jahresbericht des Hannoverschen Interventionsprogramms (HAIP) hervor. Häusliche Gewalt ist ein ernstes Thema, das oft zu wenig Beachtung findet. Die Gleichstellungsbeauftragte von Hannover, Luisa Arndt, betont die Notwendigkeit, das Schweigen zu brechen und den Betroffenen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen.

Ein wichtiger Bestandteil der HAIP-Arbeit war der Klausurtag zur Umsetzung der Istanbul-Konvention, der im vergangenen Jahr stattfand. Diese Konvention zielt darauf ab, Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt umfassend zu bekämpfen und fordert unter anderem eine bessere Finanzierung der Gewaltschutzinfrastruktur. Ein weiterer Schwerpunkt der HAIP-Arbeit war die Ausstellung „HerzSchlag“, die im Dezember im Neuen Rathaus in Hannover gezeigt wurde.

Diese Ausstellung thematisiert Aspekte partnerschaftlicher Gewalt und bietet Informationen zu Hilfsangeboten. Zudem wurde im Oktober 2025 eine Gewaltschutzwohnung für von häuslicher Gewalt betroffene Männer eingerichtet, um eine bestehende Versorgungslücke zu schließen.

Diese Wohnung richtet sich an volljährige Männer, die in akuten Bedrohungslagen Schutz benötigen. HAIP setzt sich weiterhin für die Verbesserung der Zusammenarbeit mit verschiedenen Akteuren in der Stadt ein.


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