Hannover. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Das teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit.
Demnach beantragten 1.910 Unternehmen die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, 86 mehr als im Vorjahr. Das entspricht einem Anstieg von 4,7 Prozent.
Im Jahr davor hatte der Zuwachs noch bei 33,5 Prozent gelegen.
Die meisten Insolvenzen gab es im Bereich 'Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen' mit 342 Fällen. Das Baugewerbe verzeichnete nach einem Rückgang um 11,0 Prozent die zweitmeisten Verfahren.
Durch die Unternehmensinsolvenzen waren die Arbeitsplätze von rund 12.500 Beschäftigten bedroht, was einem Rückgang von 19,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders betroffen waren das Verarbeitende Gewerbe und das Gesundheits- und Sozialwesen.
Auch die Zahl der Verbraucherinsolvenzen erhöhte sich.
11.165 Privatpersonen meldeten eine Insolvenz an, ein Plus von 5,8 Prozent. Die durchschnittliche Schuldenlast lag bei etwa 41.300 Euro.
Insgesamt lag die Zahl der Insolvenzanträge in Niedersachsen bei 15.835 Verfahren, ein Zuwachs von 6,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen steigen erneut
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen.
Amtsgericht (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

