Verkehrsunfälle in Lüneburger Region steigen leicht, schwere Unfälle nehmen langfristig ab

Die Zahl der Verkehrsunfälle in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen.

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Polizeiauto (Archiv)
Polizeiauto (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Lüneburg. Die Zahl der Verkehrsunfälle in den Landkreisen Lüneburg, Lüchow-Dannenberg und Uelzen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt registrierte die Polizei 8.621 Unfälle, wie der Leiter Einsatz der Polizeiinspektion, Oliver Suckow, bei der Vorstellung der Statistik mitteilte.


Das sei ein Anstieg von 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Positiv sei jedoch der langfristige Trend bei schweren Unfällen: Die Zahl der Verkehrstoten sank auf 15, was der zweitniedrigste Wert der letzten zehn Jahre ist.

Auch die Unfälle mit Schwerverletzten erreichten mit 190 Fällen einen Zehn-Jahres-Tiefststand. Als besondere Problemfelder nannte die Polizei Unfälle mit Pedelecs und E-Scootern. Die Zahl der Unfälle mit Pedelecs stieg um 24 Prozent auf 230, bei Elektrokleinstfahrzeugen wie E-Scootern sogar um 81 Prozent auf 107. Die Unfallzahlen mit Fahrrädern blieben hingegen stabil.

Fast ein Drittel aller Unfälle in der ländlich geprägten Region waren Wildunfälle, im Landkreis Lüchow-Dannenberg sogar fast jeder zweite. Die Zahl der Unfallfluchten stieg leicht auf 2.034 Fälle an, wobei die Aufklärungsquote bei 45 Prozent liegt. Für das laufende Jahr kündigte die Polizei an, ihren Fokus auf die Themen Fahrtüchtigkeit, Ablenkung und das Verkehrsverhalten von Rad- und Pedelecfahrenden zu legen.

Besonderes Augenmerk liege zudem auf älteren Verkehrsteilnehmern und der Geschwindigkeitsüberwachung vor schützenswerten Einrichtungen wie Schulen. Die seit Jahren durchgeführten Kontrollen auf bekannten Motorrad-Problemstrecken sollen fortgesetzt werden, um die Unfallzahlen weiter zu senken.


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