Braunschweig. Der Zoll hat am Montagmorgen mehrere Objekte in der Region Braunschweig durchsucht. Das teilte das Hauptzollamt Braunschweig mit.
Etwa 30 Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit vollstreckten im Auftrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim Durchsuchungsbeschlüsse in Gifhorn, Braunschweig, Helmstedt und Wolfsburg. Betroffen waren Wohn- und Geschäftsadressen sowie Fahrzeuge zweier Beschuldigter aus dem Transportgewerbe, weitere Lagerstätten sowie Büros eines Steuerberaters und eines Auftraggebers.
Ein 54-jähriger Mann und einer 32-jährigen Frau wird vorgeworfen, über Jahre hinweg mehrere Arbeitnehmer in großem Stil schwarz beschäftigt zu haben.
Sie sollen die Mitarbeiter nicht ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet und die Beiträge nicht abgeführt haben, um ihren Gewinn zu maximieren. Den Beschuldigten wird zudem vorgeworfen, zum illegalen Aufenthalt Beihilfe geleistet zu haben, indem sie teilweise Personen ohne erforderliche Aufenthaltserlaubnis beschäftigten.
Der Verdacht war durch anonyme Hinweise entstanden.
Bei den Durchsuchungen am 16. März wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, die nun ausgewertet werden. Ziel ist es, die Höhe des Sozialversicherungsschadens festzustellen.
In einem Wohnhaus stellten die Beamten zudem zwei offen herumliegende Schreckschusswaffen sicher, eine davon war geladen. Wegen der nicht ordnungsgemäßen Aufbewahrung wurde eine Anzeige erstattet.
Zoll durchsucht Objekte in Region Braunschweig
Der Zoll hat am Montagmorgen mehrere Objekte in der Region Braunschweig durchsucht.
Zöllner bei der Durchsuchung eines Kellers einer Gartenhütte (Archiv) | Foto: Hauptzollamt Braunschweig via dts Nachrichtenagentur

