Hannover. Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat anlässlich der Aktion "Dry January" ein bundesweites Werbeverbot für Alkohol gefordert. Das teilte sein Ministerium in Hannover am Dienstag mit.
Philippi kritisierte den lockeren Umgang mit Alkohol in Deutschland, als angesichts der gesundheitsschädlichen Wirkung kaum zu rechtfertigen. Alkohol sei einer der größten Risikofaktoren für Herz-, Krebs- und Lebererkrankungen sowie vorzeitige Sterblichkeit, so der Minister.
Alkohol nicht verharmlosen
Werbung für alkoholische Getränke führe dazu, dass insbesondere Kinder und Jugendliche keine natürliche Distanz zu Alkohol entwickelten. "Alkohol darf aber nicht als alltägliches Getränk verharmlost werden", sagte Philippi.
Der Minister forderte eine veränderte Alkoholpolitik, die die Gesundheit in den Vordergrund stelle, und erwartet von der Bundesregierung Bewegung bei dem Thema.
Laut Weltgesundheitsorganisation lag der Pro-Kopf-Konsum reinen Alkohols in Deutschland 2022 bei 11,2 Litern, was einen leichten Rückgang im Vergleich zu früheren Jahren darstellt.

