Niedersachsens Gleichstellungsminister mahnt gerechtere Verteilung von Care-Arbeit an

Niedersachsens Gleichstellungsminister Andreas Philippi hat anlässlich des Equal Pay Days eine gerechtere Verteilung von Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern angemahnt.

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Frauen mit Kleinkindern (Archiv)
Frauen mit Kleinkindern (Archiv) | Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Hannover. Niedersachsens Gleichstellungsminister Andreas Philippi hat anlässlich des Equal Pay Days eine gerechtere Verteilung von Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern angemahnt. Das teilte das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung mit.


Philippi betonte, dass Frauen trotz hoher Bildungsabschlüsse oft in schlechter bezahlten Jobs arbeiteten und ihr Fachkräftepotenzial ungenutzt bleibe, unter anderem weil sie häufiger in Teilzeit gingen, um Familie und Beruf zu vereinbaren. Der Minister forderte Unternehmen auf, flexible Arbeitszeitmodelle anzubieten und althergebrachte Stereotype abzulegen. Zudem müsse die Bundesregierung gesetzliche Änderungen wie die Abschaffung des Ehegattensplittings vornehmen.

In Niedersachsen solle eine Reform des Gleichstellungsgesetzes die Vereinbarkeit für alle Beschäftigten fördern und Teilzeit auch in Führungspositionen ermöglichen. Der Equal Pay Day fällt in diesem Jahr auf den 27. Februar und markiert symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen rechnerisch unbezahlt arbeiten. Laut Landesamt für Statistik verdienen Frauen in Niedersachsen pro Stunde durchschnittlich 4,10 Euro weniger als Männer.

Der bereinigte Gender Pay Gap, der Unterschied bei vergleichbarer Tätigkeit, liege im Land bei 5 Prozent.