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Noch ein Saurier bei Braunschweig gefunden



Braunschweig

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Noch ein Saurier bei Braunschweig gefunden

von Robert Braumann


Im Geopunkt Schandelah bei Braunschweig, wurde ein Ichthyosaurier gefunden. Das Tier lebte vor über 180 Millionen Jahren. Es ist bereits der dritte Saurierfund des Naturhistorischen Museums in Schandelah. Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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Braunschweig/Schandelah. Im Geopunkt Schandelah bei Braunschweig, wurde ein Ichthyosaurier gefunden. Das Tier lebte vor über 180 Millionen Jahren. Es ist bereits der dritte Saurierfund des Naturhistorischen Museums in Schandelah. 

Die Häufigkeit der Funde erklärt sich aus der Geologie der Region. Braunschweig und Umgebung zählen zu den wenigen Orten in Norddeutschland, in der die Schicht des Lias epsilon bis an die Erdoberfläche heranreicht, erklärte Museumsleiter Dr. Ulrich Joger. Braunschweig ist da wirklich etwas besonderes, so Joger. Die Grabungsstelle wird in Zusammenarbeit mit der in Braunschweig ansässigen Dr. Scheller Stiftung und dem Geopark Harz-Braunschweiger Land- Ostfalen betreiben. Dr. Scheller freute sich sehr über den erneuten Fund. Sein Traum sei es irgendwann noch einmal eine Dauerausstellung mit den bisherigen Funden eröffnen zu können. Bis dahin soll der Geopunkt in jedem Fall zu einer Art Schulungszentrum.


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Das Tier wird nun stückweise freigelegt, Foto: Robert Braumann



Der Ichthyosaurier lebte vor 180 Millionen Jahren im Jurameer. Das Reptil war optimal an das Leben im Meer angepasst. Die Vorfahren waren echsenartige Landtiere. Die Beine waren zu Paddeln umgestaltet worden, der Körper hatte eine delfin-ähnliche Form und die Tiere gebaren lebende Junge im Meer. Um welche Art es sich bei dem aktuellen Fund handelt, kann noch nicht gesagt werden. In den kommenden Monaten wird es zu einer aufwändigen Präparation kommen, erst dann kann eine abschließende Bewertung erfolgen. Um den Saurier einmal ausstellen zu können müssen nach und nach die Teile freigelegt werden. Eine Arbeit, die sehr viel Genauigkeit und eine ruhige Hand benötigt, lässt Ausgrabungsleiter Kosma wissen.


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