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Nordstadt: Grünanlage statt weitere Wohnungen an der Freyastraße



Braunschweig

Nordstadt: Grünanlage statt weitere Wohnungen an der Freyastraße

Der neue vorhabenbezogene Bebauungsplan für das Grundstück zwischen Freyastraße, Spargelstraße und Wodanstraße wurde abgelehnt.

(symbolbild)
(symbolbild) Foto: Pixabay

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Braunschweig. Für das Grundstück zwischen Freyastraße, Spargelstraße und Wodanstraße bleibt eine Grünanlage und erhält keinen neuen Bebauungsplan. Das hat der Verwaltungsausschuss am gestrigen Dienstag, mit großer Mehrheit beschlossen. Laut Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer vertrage der Stadtteil aus städtebaulicher Sicht zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Wohngebietsentwicklungen. Der Bezirksrat spricht sich für eine Weiterentwicklung der Grünanlage zum Naherholungsgebiet für die bereits entstehenden Wohnungen aus.



Mit seinem Beschluss folgte der Verwaltungsausschuss dem Vorschlag der Verwaltung. Zuvor hatten bereits der Stadtbezirksrat und der Planungs- und Umweltausschuss entsprechend votiert. Abgelehnt wurde zugleich die Aufstellung eines neuen, nicht vorhabenbezogenen Bebauungsplans.

Grünfläche bleibt Grünfläche


Eine Unternehmensgruppe hatte im vergangenen Herbst einen Antrag auf Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes für ein "Wohnquartier Freyastraße" gestellt. Die Grundstücksflächen liegen in der Nordstadt zwischen Freyastraße, Spargelstraße und Wodanstraße und sind im rechtsverbindlichen Bebauungsplan "Freyastraße-Süd" als Grünflächen festgesetzt.


Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer begrüßt den Beschluss. "Die Stadt Braunschweig entwickelt im Umfeld mit den Planungen zum Nördlichen Ringgebiet einschließlich des ehemaligen Geländes der Braunschweiger Zeitung und der Ludwigstraße Nord derzeit auf Grundlage bereits abgeschlossener und laufender Bauleitplanverfahren insgesamt bis zu 1.700 neue Wohnungen in attraktiver, innenstadtnaher Lage", betont er. "Darüber hinaus ist aktuell östlich des Bienroder Wegs im Bereich des ehemaligen Kasernengeländes sowie der östlich angrenzenden Flächen unter dem Titel "CoLiving Campus" ein gemischtes urbanes Quartier auch mit umfangreichen Wohnnutzungen geplant. Aus städtebaulicher Sicht – insbesondere auch vor dem Hintergrund der sozialen Infrastruktur - verträgt der Stadtteil daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Wohngebietsentwicklungen."

Naturnahe Erholungsgebiete statt Bebauung


Der Stadtbezirksrat Nordstadt sprach sich ebenfalls gegen eine weitere Bebauung des Bereichs zwischen Freyastraße und Wodanstraße aus. Er machte insbesondere eine Analyse des Stadtklimas geltend, welche gezeigt habe, dass für die Kaltluftversorgung des Siegfriedviertels insbesondere der Bereich südlich der Freyastraße bis zur Wodanstraße sowie der Bereich östlich der Endhaltestelle Ottenroder Straße eine hohe bis sehr hohe Bedeutung hätten. Allenfalls im Bereich Freyastraße Süd könne eine niedrige Randbebauung mit geringer Bebauungstiefe infrage kommen. Die vorhandenen Grünflächen und offenen Bereiche müssten nicht nur erhalten, sondern der Allgemeinheit dauerhaft als naturnahe Erholungsgebiete zur Verfügung gestellt werden, besonders vor dem Hintergrund der derzeitigen Bebauungsverdichtung in der Nordstadt mit damit einhergehender Zunahme der Wohnbevölkerung.


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