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Notaufnahme in Braunschweig stark belastet



Braunschweig

Notaufnahme in Braunschweig stark belastet

von Robert Braumann


Foto: Klinikum BS/ Peter Sondermann

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Braunschweig. Die Notaufnahme am Standort Salzdahlumer Straße wird in den letzten Jahren von immer mehr Patienten aufgesucht. In 2013 gab es eine Zunahme zum Vorjahr um 3,6 Prozent, in 2014 um 9,2 Prozent. Damit steigen auch die Wartezeiten und die Belastung für die Mitarbeiter , doch woher kommt die Entwicklung. BraunschweigHeute.de hat bei Marion Lenz (Presseprecherin, Städtisches Klinikum Braunschweig) nachgefragt.


Lenz sagte: "Abgesehen von den steigenden Zahlen stellen wir fest, dass die Menschen heute schneller eine Notaufnahme im Krankenhaus aufsuchen. Das heißt Patienten kommen mit Beschwerden in die Notaufnahmen, die auch ein niedergelassener Arzt behandeln könnte (zum Beispiel seit zwei Wochen Kopfschmerzen, vor drei Tagen mit dem Fuß umgeknickt)". Das belastet laut der Pressesprecherin auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: "Die große Sorge der Angestellten ist es, zwischen all den Menschen, die Beschwerden haben, die nicht sofort der Behandlung bedürfen, diejenigen herauszufinden, die nicht warten dürfen. Denn eine Blutvergiftung, einen leichten Schlaganfall oder Herzinfarkt sieht man den Menschen nicht sofort an. Deshalb werden die Menschen gleich nach ihrer Ankunft von einer Pflegekraft befragt und nach bestimmten Kriterien beurteilt. Für dieses "filtern" wurden unsere MitarbeiterInnen in der Notaufnahme der Salzdahlumer Straße genauso geschult wie die MitarbeiterInnen der Unfallaufnahme am Standort Holwedestraße an dem wir die gleiche Problematik beobachten." Eine endgültige Lösung könne man aber nicht anbieten. "Es ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen, dass Krankenhäuser die ambulante Versorgung übernehmen. Deshalb können wir als Krankenhäuser die langen Wartezeiten für Patienten, die zum Arzt gehen sollten, aber nicht ins Krankenhaus müssen, leider nicht vermeiden.", so Lenz weiter. Das Problem ist im übrigen nicht nur in Braunschweig zu beobachten. In einem Gutachten zur Notfallversorgung zeigt sich der gesamte Umfang, die Ausführungen dazu finden Sie hier.


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