Notwendige Debatte: Kita-Strukturen werden diskutiert

26. Mai 2018
Symbolfoto: Anke Donner
Goslar/Braunschweig. In der Landeskirche Braunschweig ist eine Debatte über die Trägerstrukturen von Kindertagesstätten entstanden. Darüber informierte Oberlandeskirchenrat Thomas Hofer die braunschweigischen Landessynode am 26. Mai in Goslar.

Auf Anregung des Pröpstekonventes habe es mehrere Symposien gegeben, um aktuelle Herausforderungen der Kitas zu analysieren, teilt die Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig mit. Dazu zählen, so Hofer, hohe Elternerwartungen, flexible Betreuungszeiten, Inklusion, die Bauunterhaltung, Verhandlungen mit Kommunen, steigende Anforderungen an die Qualität sowie der Personalmangel.

Angesichts dieser Entwicklung gebe es Überlegungen, die Kitas nicht mehr ausschließlich in der Verantwortung von Kirchengemeinden zu belassen. Hinzutreten könnte die Trägerschaft durch eine Propstei oder einen neuen Kita-Verband als Körperschaft öffentlichen Rechts. Dadurch könne ein Organ für alle Kitas geschaffen werden, sagte Hofer. Mit der Folge einer Bündelung von Kompetenzen, einer besseren Vernetzung und einer professionellen Geschäftsführung durch betriebswirtschaftlich und pädagogisch versierte Fachkräfte.

Ziel, so Hofer, sei eine Stärkung der inhaltlichen Verantwortung vor Ort. Kitas seien wichtiger Teil der Gemeindeentwicklung im Sozialraum. Er betonte, dass es ortstypische Lösungen geben werde und keine generellen Vorgaben von oben. Die Debatte über neue Strukturen müsse aber in nächster Zeit intensiv geführt werden.

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