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Oberflächenwasser in Helmstedt bekommt neue Fließwege


Die Bauarbeiten haben diese Woche begonnen. Symbolfoto: Anke Donner
Die Bauarbeiten haben diese Woche begonnen. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Baustelle Foto: Anke Donner

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05.03.2017

Helmstedt. Mit der ersten Auftragsvergabe im Rahmen des Projektes "Oberflächenwasserableitung Sternberger Teich" geht das größte Kanalbauprojekt in der Stadt Helmstedt seit mehr als 25 Jahren in die Bauphase. Insgesamt sind Kosten von rund 3,3 Millionen Euro vorgesehen.


Der Eigenbetrieb Abwasserentsorgung Helmstedt wird bis Ende 2018 quer durch die Stadt ein rund 1,7 Kilometerlanges Kanal- und Grabensystem vom Ablauf des Sternberger Teiches an der Teichstraße bis zum Ablauf der Teichanlagen westlich der Kläranlage bauen lassen. "Mit dieser grundlegenden Neuordnung des Oberflächenwasserabflusses durch Helmstedt werden wir viele Probleme lösen können, mit denen wir in der Vergangenheit bei stärkeren Niederschlägen im Abstrom-Bereich des Sternberger Teiches immer wieder konfrontiert worden waren", verdeutlicht Betriebsleiter Bernd Geisler die Bedeutung dieses Projektes für die Stadt. "Die Entlastung und Verbesserung der Reinigungsleistung der Kläranlage, die Reduzierung der Mischwasserabschläge und die hydraulische Entlastung des betroffenen Kanalnetzes sind entscheidende Bausteine, um die Abwasserbeseitigung in Helmstedt auch für zukünftige Anforderungen besser zu wappnen."

Begonnen wird die bauliche Umsetzung des Projektes mit den beiden Querungsbauwerken für die B 244 und die Gleisstrecke der Elm-Lappwald-Bahn. Die Baudurchführung erfolgt im Rohrvortriebsverfahren, da die Verkehrsstrecken während der Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt werden dürfen. Von einer Startgrube aus werden die Rohrleitungen im unbemannten Bohrverfahren unter den Verkehrswegen hindurch eingebaut. Anfang dieser Woche wurde mit dendortigen Maßnahmenbegonnen.

"Jahrhundertprojekt für die Stadtentwässerung"


Nach Fertigstellung des gesamten Kanal- und Grabensystems wird das Quellwasser aus dem Lappwald und das in der Stadt Helmstedt hinzufließende Niederschlagswasser wieder den Mühlengraben und die weiterführenden Gewässer erreichen, ohne die Passage durch das Mischwassernetz und die Abwasserbehandlungsanlage der Stadt Helmstedt zu nehmen. Dieser ursprüngliche Zustand war vor mehr als hundert Jahren geändert worden, als die beiden maßgeblichen Gewässer der Stadt Helmstedt, nämlich der Mühlengraben und der Faule Bach, in die Schmutzwasserbeseitigung der Stadt einbezogen worden waren. „Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es durchaus gerechtfertigt, von einem Jahrhundertprojekt für die Stadtentwässerung von Helmstedt zu sprechen“, ordnet Erster Stadtrat Henning Konrad Otto die Bedeutung dieser Baumaßnahme ein.


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