Ölkrise: Wirtschaftsweise schlägt Tempolimit vor

Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm schlägt angesichts der Energiekrise ein Tempolimit vor.

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Autobahn (Archiv)
Autobahn (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Nürnberg. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm schlägt angesichts der Energiekrise ein Tempolimit vor. "Das wäre kein Schaden - vielleicht sogar ein kluges Signal, damit die Menschen die Situation ernst nehmen", sagte Grimm, die auch im Aufsichtsrat von Siemens Energy sitzt, der "Rheinischen Post" (Freitag).


"Viele Länder des globalen Südens haben schon einschneidende Maßnahmen umgesetzt wie Homeoffice-Pflicht und Einschränkung der Fahrzeugnutzung. Je mehr wir verbrauchen, desto schlimmer trifft es letztlich diese Länder", erklärte sie.

Von anderen in Deutschland diskutierten Maßnahmen hält Grimm nicht viel. "Die Regierung muss die Preise wirken lassen, damit die Energie-Nachfrage sinkt. Tankrabatte und Preisdeckel verzerren die Preise, sie sind der falsche Weg." Auch von der sogenannten "Übergewinnsteuer" halte sie nichts.

"Die 12-Uhr-Regel ist vermutlich noch das geringste Übel", sagte die Ökonomin mit Blick auf die neue Tankstellen-Regel. "Das Ganze ist wohl politisch: Die Menschen erwarten, dass man etwas tut - also tut man etwas."