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onlinecity: Ist die Luft raus? Betreiber gibt Ausblick

von Marc Angerstein


Roman Heimbold, Geschäftsführer von Atalanda, gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung von onlinecity. Foto: atalanda/Manuel Seidl
Roman Heimbold, Geschäftsführer von Atalanda, gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung von onlinecity. Foto: atalanda/Manuel Seidl Foto: atalanda/ManuelSeidl

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14.05.2016


Wolfenbüttel. Unsere Themenwoche onlinecity geht allmählich zu Ende. Bereits morgen versuchen wir ein Fazit zu ziehen und die am Montag aufgeworfene Frage "onlinecity - ist die Luft raus?" zu beantworten. Im Laufe unserer Themenwoche veröffentlichte unsere Online-Zeitung Expertenmeinungen und Kundenstimmen, sowie Einschätzungen teilnehmender Händler und eine Bewertung der Stadt Wolfenbüttel. Heute gibt der Betreiber der Online-Plattform, das Bad Reichenhaller Unternehmen Atalanda, einen Ausblick über die weitere Entwicklung.

Dietrich Behrens, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt Wolfenbüttel, apellierte gestern in unserer Online-Zeitung an die Händler, die Weiterentwicklung und die neuen Funktionen des Shopping-Portals anzunehmen. "Ich wünsche mir eine schnellere Umsetzung durch die Geschäfte", sagte er. Als der zweite Vorsitzende der Initiative Wirtschaft Wolfenbüttel (IWW), Harald Borm, innerhalb unserer Berichterstattung meinte "wir brauchen Zeit", meinte er dies bezogen auf die Steigerung der Grundbekanntheit und Akzeptanz von onlinecity. Das die Online-Plattform den Händlern aber viel Zeit abverlangt, ließen mehrere im Gespräch mit unserem Redakteur durchblicken.

Das eine oder andere könnte man anders machen



Petra Trautmann, Fingerhut Stoffe und Nähschinen. Foto: Marc Angerstein



Fotos von Produkten müssen gemacht, Produktbeschreibungen erstellt, kaufimpulsgebende Werbetexte kreirt und hochgeladen werden. Kritisiert werden Teile der Funktionalität und die Produktsuche von onlinecity. Petra Trautmann, Inhaberin von Fingerhut Stoffe und Nähmaschinen, sagte im regionalHeute.de-Interview: "Das eine oder andere könnte man anders machen." So sollte der Betreiber die Seite optisch aufwerten und mehr dem Suchverhalten im Internet anpassen.

onlinecity erhält eigenes Flair



Roman Heimbold, Geschäftsführer von Atalanda, dem Betreiber von onlinecity. Foto: atalanda/ManuelSeidl



Hier verspricht Roman Heimbold, Geschäftsführer von Atalanda, schnell Verbesserungen: "Wir entwickeln onlinecity ständig weiter. Die Produktsuche wird verbessert und auch die zeitgleiche Händleranzeige." Geplant seien auch digitale Verknüpfungen zu den Herstellern der auf onlinecity angebotenen Produkte und deren Online-Plattform. Heimbold bestätigt, den häufig geäußerten Eindruck, dass onlinecity in der Kunden- und Händlerwahrnehmung eher einer Fotogalerie gleicht, stellt aber in Aussicht dies zeitnah mehr und mehr zu einer gefühlten Shopping-Plattform weiter zu entwickeln: "Onlinecity wird noch mal ein ganz anderes Flair bekommen."

Atalanda testet für onlinecity vorgesehene Entwicklungsschritte gerade in anderen Märkten.

Die Zeit für ein Fazit ist noch nicht gekommen



Ob die Luft für onlinecity raus ist, könne man nach sechs Monaten noch nicht bewerten, meint Atalanda-Geschäftsführer Roman Heimbold. Foto:



Heimbold bestätigte im Gespräch mit unserer Online-Zeitung, die geringe Zahl von Online-Bestellungen. "Sechs Monate sind aber für ein Zwischenfazit auch zu wenig", sagt er. Die Stadt, die IWW und Atalanda hätten sich für das Projekt onlinecity zwei Jahre gegeben und er empfiehlt ein Zwischenzeugnis auch frühestens nach einem Jahr auszustellen.

Das bei der Einführung besonders hervorgehobe Alleinstellungsmerkmal "Lieferung am selben Tag" funktioniert in Wolfenbüttel nicht. Heimbold dazu: "Das ist auch nicht das Hauptmerkmal von onlinecity. 5,95 Euro pro Lieferung in einer Kleinstadt kann man als Kunde vielleicht einsparen, bei einer Lieferung aus Hamburg nicht."

Gastronomen und Dienstleister sollen mit ins Boot



Die Händler zeigen, dass sie mitmachen. Künftig sollen das auch Gastronomen und Dienstleister tun. Fotos: Marc Angerstein Foto: Marc Angerstein



Für den Atalanda-Geschäftsführer liegt der Schwerpunkt der Plattform nicht auf online, sondern auf city. "Onlinecity heißt auch onlinecity und nicht onlinehändler", so Heimbold. Um die City innerhalb der Marke zu stärken, plant er in Kürze auch auf eine Ausweitung des Angebotes auf Gastronomen und Dienstleister unserer Stadt.

Insgesamt möchte Atalanda durch mehr Angebote und Wertigkeit die Zugriffszahlen von onlinecity erhöhen.

Lesen Sie morgen unser Fazit: onlinecity - ist die Luft raus oder drin?


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