Open Hybrid LabFactory gewinnt neuen Partner in Singapur


Die Open Hybrid LabFactory (OHLF) vertreten durch TU-Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla (3.v.r), dem 1. Vorstandsvorsitzender der OHLF Prof. Klaus Dilger (4.v.r.) und Prof. Christoph Herrmann, Vorstand Internationalisierung OHLF (1.v.r.) und das Singapore Institute of Manufacturing Technology (SIMTech) haben eine Absichtserklärung zur zukünftigen Zusammenarbeit im Bereich des hybriden Leichtbaus unterzeichnet. Foto: OHLF/TU Braunschweig.
Die Open Hybrid LabFactory (OHLF) vertreten durch TU-Präsidentin Prof. Anke Kaysser-Pyzalla (3.v.r), dem 1. Vorstandsvorsitzender der OHLF Prof. Klaus Dilger (4.v.r.) und Prof. Christoph Herrmann, Vorstand Internationalisierung OHLF (1.v.r.) und das Singapore Institute of Manufacturing Technology (SIMTech) haben eine Absichtserklärung zur zukünftigen Zusammenarbeit im Bereich des hybriden Leichtbaus unterzeichnet. Foto: OHLF/TU Braunschweig.

Braunschweig/Singapur. Der Open Hybrid LabFactory e.V. (OHLF) und das Singapore Institute of Manufacturing Technology (SIMTech) haben sich auf eine Intensivierung der Zusammenarbeit im Bereich des hybriden Leichtbaus verständigt. Dies gab die Pressestelle der Technischen Universität Braunschweig heute bekannt.


Im Beisein der Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig, Prof. Anke Kaysser-Pyzalla und Ted Tan, stellvertretender CEO Enterprise Singapore, wurde das „Memorandum of Understanding“ heute in Singapur unterzeichnet.

Bereits im Januar besuchte eine Delegation aus Forschungs- und Industriemitgliedern der Open Hybrid LabFactory das Singapore Institute of Manufacturing Technology (SIMTech). Die Delegierten trafen sich zu einem Workshop mit potenziellen zukünftigen Forschungspartnern in Singapur, um die zukünftige Zusammenarbeit abzustimmen und erste Projektideen auszuarbeiten. Die dort aufgedeckten Synergien und die signalisierte Bereitschaft zukünftig miteinander zu kooperieren, mündete nun in der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur zukünftigen Zusammenarbeit.

„Wir freuen uns sehr über die heutige Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“. Mit SIMTech hat die Open Hybrid LabFactory einen Forschungspartner finden können, der auf Augenhöhe agiert und eine ähnlich starke industrienahe Forschung betreibt. Erste gemeinsame Projektideen sind bereits in Abstimmung und werden nun in den nächsten Monaten ausgearbeitet.“, unterstrich Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der Technischen Universität Braunschweig und stellvertretende Beiratsvorsitzende des Open Hybrid LabFactory e.V., die Wichtigkeit der Unterzeichnung, um den LeichtbauCampus in der asiatisch-pazifischen Wirtschafts- und Forschungslandschaft zu etablieren und weitere Projektpartner zu gewinnen.

Neuer Partner in Singapur: Singapore Institute of Manufacturing Technology (SIMTech)


Der neue Forschungspartner, das Singapore Institute of Manufacturing Technology (SIMTech), hat rund 400 Beschäftigte und verfolgt das Ziel einer industrieorientierten Forschung und Entwicklung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Singapur.

Bereits seit 2002 ist die TU Braunschweig über persönliche Kontakte zwischen Prof. Christoph Herrmann, Leiter des Instituts für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik (IWF) und seit 2012 Visiting SIMTech Fellow, und verschiedenen Forschern des SIMTech verbunden. Diese bestehenden Synergien zwischen beiden Universitäten sowie der erfolgreiche Austausch über mögliche gemeinsame Projekte im Bereich des hybriden Leichtbaus konnten nun genutzt werden, um die internationale Zusammenarbeit auch auf die Aktivitäten der Open Hybrid LabFactory auszuweiten.

Neben der Unterzeichnung der Absichtserklärung zur zukünftigen Zusammenarbeit konnte die derzeit am SIMTech stattfindende PE COI Annual Conference 2018 genutzt werden, Forschungsthemen der Open Hybrid LabFactory einem internationalen Fachpublikum in Singapur vorzustellen. Prof. Klaus Dilger, Leiter des Instituts für Füge- und Schweißtechnik sowie erster Vorsitzender des Open Hybrid LabFactory e.V., gab im Rahmen seines Vortrages Einblicke in die neuesten Forschungsergebnisse der simultanen Material- und Produktionstechnikentwicklung in Multi-Material-Systemen für den hybriden Leichtbau. Zum Megatrend „Industrie 4.0“ referierte Prof. Christoph Herrmann.

Spitzencluster „Asia Pacific“


Als eines von zehn deutschen Clustern und Netzwerken sucht die Open Hybrid LabFactory mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2018 nach strategischen Partnern für internationale Forschungskooperationen. Die Erschließung komplementärer Kompetenzen in der Wertschöpfungskette für den hybriden und funktionsintegrierten Leichtbau in der asiatisch-pazifischen Wirtschafts- und Forschungslandschaft wird durch die BMBF-Maßnahme „Internationalisierung von Spitzenclustern, Zukunftsprojekten und vergleichbaren Netzwerken“ gefördert. Das Projekt wird in diesem Rahmen mit bis zu vier Millionen Euro bis 2021 gefördert.

LeichtbauCampus Open Hybrid LabFactory


Die öffentlich-private Partnerschaft Open Hybrid LabFactory wurde im Jahr 2012 unter der Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig gemeinsam mit den Industriepartnern initiiert.

Der Schwerpunkt der technologischen Aktivitäten liegt auf der simultanen Material- und Produktionstechnikentwicklung in Multi-Material-Systemen für den hybriden Leichtbau. Dabei bietet der LeichtbauCampus optimale Möglichkeiten und Ressourcen zur Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Prüfung von hybriden Bauteilen für die zentralen Zukunftsthemen der Automobilindustrie, Digitalisierung und Ressourceneffizienz.

Neben den Instituten der Technischen Universität Braunschweig, der Leibniz Universität Hannover und der Technischen Universität Clausthal wird diese Einrichtung durch das Fraunhofer-Projektzentrum ergänzt und verstärkt.

Die Open Hybrid LabFactory wird im Rahmen der Förderinitiative „Forschungscampus – öffentlich-private Partnerschaft für Innovationen“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Weitere Industriepartner, das Land Niedersachsen und die Stadt Wolfsburg fördern und unterstützen den LeichtbauCampus.


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