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Osterbotschaft des Sickter Altbürgermeisters Dieter Lorenz



Wolfenbüttel

Osterbotschaft des Sickter Altbürgermeisters Dieter Lorenz


Sicktes Altbürgermeister Dieter Lorenz schickt seine Ostergrüße. Foto: Privat
Sicktes Altbürgermeister Dieter Lorenz schickt seine Ostergrüße. Foto: Privat Foto: Privat

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Sickte. Dieter Lorenz, Altbürgermeister von Sickte, schickt den Lesern von regionalHeute.de eine Osterbotschaft. Diese veröffentlichen wir ungekürzt und unkommentiert.



Liebe Bürgerinnen und Bürger!

Mut tut gut. Ohne Mut vieles ruht. Also dann – Menschen geht wir ran. Frau wie Mann, Mut zu vielen Lebenssinn Taten, damit Zusammenleben besser kann geraten. Haben Sie schon einmal zu jemandem gesagt: „Das war eine mutige Tat, danke“? Das muss dann gewiss etwas Besonderes gewesen sein, denn der Begriff „Mut“ ist etwas Herausragendes. Im Duden heißt es: „Mut ist die aufrechte und furchtlose Haltung, die man beweist, indem man etwas wagt, was gefährlich ist, was auf Selbstüberwindung angesichts einer bestimmten Gefahr beruht und als solche einen sittlichen Wert darstellt.“ Allgemein kennt man für Mut Begriffe wie Tapferkeit, Kühnheit, Furchtlosigkeit, Schneid, Zivilcourage, Mumm, Wagemut.


Wenn jemand auf eine lange Reise geht, dann bereitet er sich vor und erzählt, was er alles im Gepäck hat, wie er sein Ziel erreichen will und welche Mithilfen er unterwegs erwartet. Dr. Frank-Walter Steinmeier, unser neuer Bundespräsident, hat zu Beginn seiner ersten „fünfjährigen Reise“ über seinen „Reiseverlauf“ informiert. Wie ein roter Faden war zu hören: „Wir alle müssen uns mit Mut um unsere Demokratie kümmern. Die Staatsform der Mutigen – das ist die Demokratie. Die Demokratie braucht diesen Mut auf beiden Seiten, auf der Seite der Regierten ebenso wie auf der Seite der Regierenden. Denn nur wer selbst Mut hat, kann auch andere ermutigen und nur der kann Mut erwarten.“

An die Geschichte erinnernd hörten wir, dass die Demokratie weder selbstverständlich, noch mit Ewigkeitsgarantie ausgestattet ist, dass sie einmal errungen auch wieder verloren gehen kann, wenn wir uns nicht um sie kümmern. „Wir müssen über Demokratie nicht nur reden – wir müssen wieder lernen, für sie zu streiten, darum geht es.“ Nach dem Aufzeigen von Aufgaben und Chancen hörten wir von unserem Bundespräsidenten: „Ist es nicht ein unschätzbares Glück, meine Damen und Herren, dass wir – unsere Generation – das erleben dürfen? Wer also, wenn nicht wir, ist gefragt, mutig für die Demokratie zu streiten, wenn sie heute weltweit angefochten wird. Das ist der Mut, von dem ich spreche, das ist der Mut, den wir brauchen: keinen Kleinmut, dafür gibt es keinen Grund – keinen Hochmut, davon hatten wir in Deutschland genug, sondern den tatkräftigen, den lebensbejahenden Mut von Tatkräftigen, den Lebens zugewandten Mut von Demokraten. Den brauchen wir.“


Frank-Walter Steinmeier war Außenminister, kennt die Welt, die Zerrissenheit, den Egoismus der Völker und die Maßlosigkeit von Diktatoren. Seine Botschaft an uns alle, über unsere Demokratie zu sprechen, sie mit Mut voranzubringen, dort wo wir leben, dazu ist jeder aus unserem Volk aufgerufen: Mut haben und Mut zeigen. Vor der eigenen Haustür, bis dorthin, wo wir gerade sind.

Zu allen Zeiten und in allen Völkern gibt es seit Jahrhunderten den Aufruf der „Großverantwortlichen“, Mut zu zeigen für ein friedliches Zusammenleben. Schon vor über zweitausend Jahren machte Christus Mut, seine menschen- erlösende Botschaft weiterzugeben und danach zu leben. Seine Jünger und Nachfolger, bis hin zum einzelnen Gläubigen versuchten, sich als Mutmacher für die Frohe Botschaft bis heute zu beteiligen. Und mit welchem Erfolg?
Wenn eine Botschaft, eine Zusammenlebensform wie die „Christenbotschaft“ auch heute noch Menschen begeistern kann, dann ist das ein gutes Zeichen. Zum Osterfest läuten öfter die Glocken. Da muss etwas mehr los sein. Ist es auch. In den Kirchen wird erinnert an den Kreuzweg Christi, mit Kreuzweg und Verurteilung, Hinrichtung und Auferstehung. Ein Geschehen, das Menschen heute noch auf verschiedenste Art erleben. Vergleichen wir doch einmal unser eigenes Leben mit dem in den Kirchen vorgetragenen Weg Christi, zur Osterzeit, dann kann man feststellen, dass mit viel Mut es immer einen Weg gegeben hat, Leiden zu überstehen.

Vielleicht entdeckt mancher bei sich, mit neuem Mut sein Leben wieder mutiger in die Hand zu nehmen und dabei auch für den Erhalt unserer Demokratie mit einem eigenen Beitrag beizutragen. Bei einem Gespräch mit unserem Landesbischof Christoph Meyns waren wir uns einig: „Die Botschaft unseres Bundespräsidenten ‚Mut machen für …, gilt auch seit über 2.000 Jahren für unsere Christenbotschaft; sie ist immer noch aktuell und es wurde schon viel erreicht. Wir machen weiter.“

Mein Wunsch an alle: Ein gesegnetes Osterfest, Freude beim „Ostereiersuchen“, Besuch der Osterfeuer, vielleicht auch ein Ostergottesdienst und danach gutes Zusammenleben zur Frühlingszeit mit viel lebenswichtigem Mut.

Mit frohen Ostergrüßen, Dieter Lorenz, Sickter Altbürgermeister


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