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Ostfalia Wolfenbüttel mit zwei Projekten erfolgreich



Wolfenbüttel

Ostfalia mit zwei Projekten 
in der Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ erfolgreich

Die Ostfalia erhält Fördermittel in Höhe von über 1,7 Million Euro.

Archivfoto
Archivfoto Foto: Anke Donner)

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Wolfenbüttel. Gleich doppelt konnte die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in der Förderlinie „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ überzeugen: Rund 921.000 Euro fließen aus der Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ in das Einzelprojekt „Agile Methoden in digitalen Lehrveranstaltungen (AGGIT)“.



Darüber hinaus ist die Ostfalia an dem Verbundprojekt „Future Skills.Applied“ von sechs niedersächsischen Fachhochschulen beteiligt, das insgesamt mit rund 
5 Millionen Euro gefördert wird. Etwa 800.000 Euro davon gehen an die Ostfalia Hochschule.

Ziel des Einzelantrags „Agile Methoden in digitalen Lehrveranstaltungen (AGGIT)“ ist die Entwicklung und Erprobung eines Methoden-Baukastens, der es Lehrenden leichter machen soll, ihre Online-Lehre auf die Visionen und Werte agiler Methoden umzustellen. „Wir beobachten in der digitalen Lehre, dass durch fehlende Interaktionen und Aktivitäten eine Verdichtung der Lehrinhalte empfunden wird“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Thomas Benda. „Auch regelmäßiges Feedback und Transparenz sind gerade bei der digitalen Lehre nochmal wichtiger.“ Benda leitet das Zentrum für erfolgreiches Lehren und Lernen an der Ostfalia Hochschule (ZeLL).



Eine mögliche Lösung wird darin gesehen, in die digitalen Lehrveranstaltungen agile Methoden zu integrieren, wie man sie unter anderem aus dem Projektmanagement kennt. Durch praxisbezogene Kleingruppenarbeiten beispielsweise und die Erfahrung, selbst aktiv am Ergebnis mitzuwirken, kann die intrinsische Motivation angesprochen werden. „Die Studierenden erhalten auf diese Weise mehr Eigenständigkeit in der Planung und Durchführung ihres Lernprozesses, können kreative Ideen verfolgen und sich in einem vorgegebenen Rahmen ausprobieren“, sagt Prof. Dr. Susanne Stobbe, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung an der Ostfalia. Methodisch soll der Baukasten gemeinsam in einem interdisziplinären Team aus Lehrenden und Studierenden per Peer-Review-Verfahren entwickelt und erprobt werden.

In dem Verbundprojekt „Future Skills.Applied“ liegt der Fokus auf der Anwendungsorientierung in Studium und Lehre, die für die beteiligten Hochschulen für angewandte Wissenschaften des Landes Niedersachsen besondere Bedeutung hat. Beteiligt sind neben der Ostfalia die Hochschule Osnabrück, Hochschule Emden/Leer, Hochschule Hannover, Hochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth. Das Projekt ist in drei Teilgebiete gegliedert: die Stärkung studentischer überfachlicher Kompetenzen, die Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik sowie die Vernetzung von Lehr- und Lernorten. Die Ostfalia wird sich im Verbundprojekt im Speziellen mit der Digitalisierung von Laboren sowie der Evaluation digitaler Lehrformate beschäftigen.

„Durch die Beteiligung von sechs Hochschulen wird dieses Verbundprojekt viele verschiedene Perspektiven und Impulse miteinander verknüpfen können. Ich freue mich auf ein Netzwerk mit viel Innovationskraft“, sagt Prof. Dr. Susanne Stobbe. Die 2020 gegründete „Stiftung Innovation in der Hochschullehre“ hat zum Ziel, Innovationen im Bereich des Lehrens und Lernens an Hochschulen zu ermöglichen sowie die Erneuerungsfähigkeit der Hochschullehre insgesamt und kontinuierlich zu stärken. Die Stiftung fördert geeignete Projekte, die an einzelnen Hochschulen verankert sind oder im Verbund umgesetzt werden.



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