Sie sind hier: Region >

„Patenschaften für Neuzugewanderte“: Ehrenamtliche gesucht



Wolfenbüttel

„Patenschaften für Neuzugewanderte“: Ehrenamtliche gesucht


Projektleiterin Steffi Elina Bischoff und Martin Koschyk, der sich für Geflüchtete einsetzt. Foto: Privat
Projektleiterin Steffi Elina Bischoff und Martin Koschyk, der sich für Geflüchtete einsetzt. Foto: Privat Foto: Privat

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Wolfenbüttel. Im Rahmen des Programms „Patenschaften für Neuzugewanderte“, das bereits im vergangenen Jahr erfolgreich umgesetzt wurde, möchte möchte die Freiwilligenagentur Jugend-Soziales-Sport e.V. in diesem Jahr 270 Patenschaften für Geflüchtete auf den Weg bringen



Ehrenamtliche Paten und Patinnen übernehmen die Rolle des Ansprechpartners für Neuzugewanderte. Die Ehrenamtlichen spenden Zeit, führen Gespräche und geben Hilfestellungen. Dabei entscheiden sie selbstständig und flexibel wann sie was machen. Ziel des Projektes ist es diese Patenschaften zu fördern und Ehrenamtliche zu unterstützen. „Dazu arbeiten wir eng mit verschiedenen Einrichtungen und Institutionen in Wolfenbüttel und dem Landkreis zusammen. Die Paten unterstützen die Geflüchteten im Alltag, z.B. bei der (Aus-)Bildung, Behördengängen oder beim Sport“, sagt Projektleiterin Steffi Bischoff.

„Zuletzt meldeten sich mehr Geflüchtete, die sich eine Patenschaft wünschen, als Ehrenamtliche zur Verfügung stehen“, sagt Steffi Bischoff. „Darum suchen wir weitere Paten“. Um eine Patenschaft zu starten führt sie ein Gespräch bei dem sich die Ehrenamtlichen und die zu begleitenden Personen kennenlernen und besprechen wo und wie Sie Unterstützung benötigen. Die Freiwilligenagentur steht bei Fragen zur Verfügung, vernetzt die Ehrenamtlichen und bietet Informationsveranstaltungen an. Es finden Austauschtreffen statt, in dem die Ehrenamtlichen sich kennen lernen. Das nächste Patentreffen ist am Montag, den 20. März 2017 um 17:30 Uhr im C83 (Cranachstraße 83, 38300 Wolfenbüttel).


Eine Patenschaft bietet Geflüchteten die Möglichkeit zum Austausch, Hilfe und Unterstützung im Alltag sowie Kontakt zu Einheimischen. Patenschaften können auch zwischen Familien stattfinden. „Patinnen und Paten wirken als Türöffner in unsere Gesellschaft. Sie erhalten über uns notwendige Fort- und Weiterbildungen“, wie Astrid Hunke, Leiterin der Freiwilligenagentur, berichtet. Martin Koschyk betreut seit etwa einem Jahr Jugendliche aus Afghanistan, dem Iran und Somalia. Er erzählt von seinen Erfahrungen: „Ich musste sie am Anfang häufig zur Pünktlichkeit ermahnen und ihren bei der Orientierung in Deutschland helfen, was aufgrund der Sprachbarriere erst mal schwer war. Mittlerweile verstehen sie 85-95% von dem was ich sage. Außerdem lerne ich selbst jedes Mal etwas Neues dazu.“

Das Projekt „Patenschaften für Neuzugewanderte“ ist Teil des Bundesprogramms „Menschen stärken Menschen“. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Träger ist der Bundesverband der Arbeiterwohlfahrt. Wer in einer Patenschaft aktiv werden möchte meldet sich bei der Freiwilligenagentur: Steffi Bischoff, Kleine Kirchstraße 3, 38300 Wolfenbüttel. E-Mail an s.bischoff@freiwillig-engagiert.de oder unter der Telefonnummer 05331/902626.


zur Startseite