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Paul Dattke ist neuer Integrationsmanager der Johanniter



Braunschweig

Paul Dattke ist neuer Integrationsmanager der Johanniter


(v.l.n.r.) Johanniter-Regionalvorstand Hans Joachim Halbach begrüßt Paul Dattke als neuen Integrationsmanager im Regionalverband Harz-Heide der christlichen Hilfsorganisation. Über die Stiftung Deutsches Hilfswerk der Fernsehlotterie wird die Stelle über drei Jahre gefördert. Foto: Johanniter Regionalverband Harz-Heide
(v.l.n.r.) Johanniter-Regionalvorstand Hans Joachim Halbach begrüßt Paul Dattke als neuen Integrationsmanager im Regionalverband Harz-Heide der christlichen Hilfsorganisation. Über die Stiftung Deutsches Hilfswerk der Fernsehlotterie wird die Stelle über drei Jahre gefördert. Foto: Johanniter Regionalverband Harz-Heide Foto: Johanniter Regionalverband Harz-Heide

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Braunschweig. Eine große Aufgabe der Johanniter-Unfall-Hilfe e. V. (JUH) lag in den letzten Monaten in der akuten Flüchtlingshilfe. In ganz Deutschland übernahm die christliche Hilfsorganisation den Betrieb von Notunterkünften, um Geflüchteten eine erste Bleibe auf Zeit in Deutschland bieten zu können.

An die Hilfe aus der Not heraus möchte die JUH bei der Arbeit mit Flüchtlingen nun anknüpfen und hat dafür im Regionalverband Harz-Heide die Stelle eines Integrationsmanagers geschaffen. Paul Dattke hat Mitte Mai sein Büro in der Johanniter-Regionalgeschäftsstelle in der Ludwig-Winter-Straße bezogen. Er möchte mit seiner Arbeit nachhaltig dazu beitragen, dass Flüchtlinge möglichst bald einen Platz in der Mitte unserer Gesellschaft finden.


Der 28-Jährige Politikwissenschaftler sieht als wichtigste Voraussetzung die Verständigung: "Sprache ist die Basis für alles andere", so Dattke. Mit niederschwelligen Angeboten für Flüchtlinge möchte er Orientierung geben, ihnen dabei helfen, Deutsch zu lernen und somit die Vorbereitung für Arbeit und Beruf schaffen. Ziel ist generell, den Schutzsuchenden eine gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.

Konkret bedeutet dies, dass es Bildungsangebote für Flüchtlinge geben soll, wie beispielsweise Erste-Hilfe-Kurse oder Seminare, die über das deutsche Gesundheitssystem aufklären. Auch liegt ein wichtiger Schwerpunkt von Dattkes Arbeit bei der Initiierung von Begegnungen zwischen Geflüchteten und Einheimischen. Ob gemeinsames Musizieren, interkulturelle Cafés, kreative Angebote wie Malen oder Ausflüge - die Bandbreite der Möglichkeiten ist groß und die Chance auf den Abbau von Ängsten und Vorurteilen auf beiden Seiten ebenso. Bei Projekten dieser Art ist die Hilfe von Ehrenamtlichen unverzichtbar und der Integrationsmanager hofft, viele Menschen für bürgerschaftliches Engagement begeistern zu können. Geplant ist auch, unter den Flüchtlingen Menschen zu finden, die Lust dazu haben, sich als ehrenamtliche Integrationslotsen ausbilden zu lassen.


Bei der Entwicklung von Angeboten steht zudem verstärkt im Vordergrund, für besonders Schutzbedürftige, zu denen Kinder und Frauen zählen, Integrationsprojekte auf die Beine zu stellen.

Ansetzen sollen die Projekte in den Einrichtungen, die die Johanniter zwischen Harz und Heide selbst betreiben. Aber auch als Partner für Kommunen, Kirchen, andere Hilfsorganisationen und Vereine, die sich mit den Aufgaben der Integration von Flüchtlingen beschäftigen, möchten die Johanniter wirken. Ziel ist es, ein gutes Netzwerk zu knüpfen, das optimale Bedingungen für die Begleitung und Beratung der Schutzsuchenden in ihrem neuen Leben in Deutschland schafft.

"Integration ist eine Aufgabe, die sich unserer gesamten Gesellschaft stellt, und wir als Johanniter möchten mit unserer Arbeit einen Teil dazu beitragen, dass sie so gut wie möglich gelingt", so Dattke zu seiner Mission.

Die Johanniter freuen sich darüber, dass auch die Fernsehlotterie die Arbeit des Integrationsmanagers für wichtig befindet. Über deren Stiftung Deutsches Hilfswerk wird die Stelle über drei Jahre gefördert.


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