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Peine zieht Wasserpreise an



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Peine zieht Wasserpreise an

Die Wasserentnahmegebührsteigerung des Landes fordere die Preisanpassung, sagt der Wasserverband Peine.

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Symbolfoto Foto: Alexander Panknin

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Peine. Wie der Wasserverband Peine mitteilte, gibt es am dem kommenden Jahr einige Änderungen in der Wasser-und Abwassergebühr.



Im Dezember entscheidet traditionell die Verbandsversammlung des Wasserverbands Peine über den Wirtschaftsplan und damit die Investitionen und Preise im Folgejahr. Die diesjährige Sitzung am 11. Dezember hat erstmals als digitale Konferenz mit Online-Abstimmung stattgefunden. Das Gremium hat den Wirtschafsplan mit einem Investionsvolumen von knapp 37 Millionen Euro sowie einigen Preisanpassungen, sowohl Senkungen als auch Erhöhungen, um 1. Januar 2021 beschlossen.

Im Tarifgebiet Trinkwasser solidar müsse aufgrund der kräftigen Erhöhung der WEG der Arbeitspreis um fünf Cent je Kubikmeter steigen. Das Tarifgebiet solidar umfasst alle Kommunen, für die der Wasserverband Peine die Trinkwasser-Aufgaben übernommen hat, mit Ausnahme von Giesen und Holle. In Holle wirke sich die WEG ebenfalls deutlich preissteigernd aus, zudem muss aufgrund der notwendigen Investitionen in die dortige Infrastruktur der Preis 2021 angehoben werden, um kostendeckend zu sein: Der Arbeitspreis steigt so insgesamt um 25 Cent je Kubikmeter und der Grundpreis um 12 Euro im Jahr, ein Euro je Monat. Knapp eine halbe Million Euro hat der Verband für Investitionsprojekte ins Trinkwassernetz in der Gemeinde Holle eingestellt, 9,7 Millionen Euro sind an Investitionskosten für den Trinkwasser-solidar-Bereich. „Ohne die massive WEG-Erhöhung des Landes zum Januar 2021 hätten wir, und das trotz der weiterhin intensiven Investitionsleistungen unseres Verbands, die Trinkwasserpreise im Solidarbereich ein weiteres Jahr stabil halten können“, resümiert Geschäftsführer Schröder enttäuscht von den Effekten, die diese jüngste Entscheidung der Landesregierung in Hannover für die Trinkwasserkunden nach sich zieht.


In den Tarifgebieten Ilsede Süd, Edemissen, Freden und Reinhardshagen wird es Tariferhöhungen in bestimmten Komponenten geben. 

Preissenkungen sind ebenfalls in einigen Mitgliedskommunen vorgesehen: „In zehn Tarifgebieten, die Teil der Abwasser-Solidargemeinschaft sind und deren Preise sich in einer fünfjährigen Integrationsphase bis 2023 befinden, können wir Kostenvorteile der wirtschaftlichen Entwicklung nun in Form von Preissenkungen des Arbeitspreises auch in allen zehn Bereichen weitergeben“, kündigt Geschäftsführer Schröder an. Man passe damit schon in der laufenden Integrationsphase den Planungsansatz aktuellen Entwicklungen im Schmutzwasserbereich an und preise die Vorteile in Höhe von rund elf Prozent unmittelbar senkend beim Arbeitspreis ein.

In zwei Tarifgebieten könne zudem der Niederschlagswasserpreis gesenkt werden. „Die Entwicklungen der Preise 2021 zeigen es noch einmal deutlich: Wir geben Preissenkungen direkt weiter, wenn die Kostensituation dieses erlaubt. Genauso müssen wir bei gestiegenem Aufwand aber auch Preissteigerungen zeitnah einplanen, um kostendeckend zu arbeiten. Die Preisegestaltung ist in den letzten Jahren bereits volatiler gewesen. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Lange Phasen ohne Preisanpassungen in die eine oder die andere Richtung werden eher die Ausnahme sein“, blickt Schröder voraus.


Übersicht der Änderungen für den Landkreis Peine:
·Edemissen: Schmutzwasser je Kubikmeter sinkt um 26 Cent / Grundentgelt steigt um 12 Euro pro Jahr (1 Euro je Monat) / Niederschlagswasserpreis steigt um 1 Cent
·Hohenhameln: Schmutzwasser je Kubikmeter sinkt um 38 Cent – andere Komponenten stabil
·Ilsede: bleibt stabil
·Ilsede Süd (ehem. Lahstedt): Schmutzwasser je Kubikmeter steigt um 1,29 Euro / Grundentgelt steigt um 24 Euro pro Jahr (2 Euro je Monat) / Niederschlagswasserpreis bleibt stabil
·Vechelde: Schmutzwasserpreise bleiben stabil, Niedeschlagswasserpreis sinkt um 3 Cent.


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