Diese beiden Supermärkte sollen abgerissen und neu gebaut werden

Doch bevor entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden können, muss der Rat der Stadt Peine noch eine Entscheidung treffen.

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Symbolfoto. | Foto: Pixabay

Peine. Nur etwa 100 Meter liegen die beiden Supermärkte Rewe und Penny in der Wiesenstraße entfernt. Jetzt haben sie eine einschneidende Gemeinsamkeit: Beide Märkte sollen abgerissen und neu gebaut werden. Das geht aus dem Ratsinformationssystem der Stadt Peine hervor. Der Rat muss hierzu am 22. Januar eine Entscheidung fällen.



Denn bevor die Betreiber der beiden Märkte entsprechende Maßnahmen einleiten können, müssen Änderungen am Bebauungsplan und am Flächennutzungsplan vorgenommen werden. Im Bebauungsplan sollen zwei sonstige Sondergebiete mit der Zweckbestimmung Lebensmittelmarkt und für die übrigen Flächen ein eingeschränktes Gewerbegebiet festgesetzt werden. Im Flächennutzungsplan soll die Darstellung einer gemischten Baufläche in die Darstellung von Sonderbauflächen sowie in gewerbliche Bauflächen geändert werden.

Schadstoffbelastungen in der Substanz


Planungsanlass sei die Modernisierungsabsicht der zwei bestehenden Lebensmittelmärkte. Der Rewe-Markt weise Schadstoffbelastungen in der Gebäudesubstanz auf, heißt es in der Anlage zur Beschlussvorlage. Zudem sei das Gebäude im Laufe der vergangenen Jahrzehnte mehrfach abschnittsweise erweitert worden, was zu einer heterogenen Struktur geführt habe. Eine Sanierung des Bestandsgebäudes wäre aufgrund der problematischen Gebäudesubstanz äußerst aufwendig und kostenintensiv und würde auch aus energetischer Sicht nicht zu einem zeitgemäßen Standard führen.

Auch beim Penny-Markt sei aufgrund des Baujahres 1989 von einer zumindest teilweisen Schadstoffbelastung der Gebäudesubstanz auszugehen, wodurch auch eine Sanierung des Bestandsgebäudes des Penny-Marktes mit hohem baulichem und finanziellem Aufwand verbunden wäre und eine Behebung der strukturellen Defizite des Bestands nicht sicher gegeben wäre. Eine Sanierung der Gebäude würde daher weder den baulichen noch ökologischen Anforderungen an einen modernen Einzelhandelsmarkt entsprechen.

Qualitative Verbesserung angestrebt


Darüber hinaus sind auch die Grundstücke schadstoffbelastet, da sich ehemals eine Tankstelle auf dem Gelände befand. Vor diesem Hintergrund werde angestrebt, die Einzelhandelsmärkte von Rewe und Penny standortgleich neu zu errichten und damit eine qualitative Verbesserung der bestehenden Situation zu erreichen.

Die Planung ziele unter anderem auf Verbesserungen beim städtebaulichen Erscheinungsbild, eine stärkere Berücksichtigung des vorhandenen und neu zu schaffenden Baumbestands, die Förderung der Elektromobilität, eine bessere Fahrradfreundlichkeit sowie eine barrierefreie Erschließung der Märkte ab. Die Konzeption der Grundstücke sehe bei beiden Märkten eine Reduzierung der versiegelten Fläche vor.

Änderungen der Verkaufsfläche


Die Verkaufsfläche werde bei Rewe von derzeit 2.150 auf etwa 2.100 Quadratmeter reduziert. Bei Penny werde trotz reduzierter Grundfläche eine Erhöhung der Verkaufsfläche von zirka 860 auf rund 1.000 Quadratmeter angestrebt.

Der Stadt Peine entstünden durch die Planung außer dem Verwaltungsaufwand keine Kosten. Der Vorhabenträger trage die Kosten der Planung sowie die daraus resultierenden Folgekosten. Diese Kosten seien Gegenstand eines Durchführungsvertrages, der mit der Stadt Peine aber noch geschlossen werden muss.

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