Peine. Zum heutigen Tag des Artenschutzes fordern die Grünen im Landkreis Peine zur Bekämpfung des anhaltenden Rückgangs der heimischen Tier- und Pflanzenarten wirksame gesetzliche Grundlagen zum Schutz der Natur. „Wir brauchen endlich die richtigen Grundlagen für den Arten- und Biotopschutz. Deshalb unterstützen wir das Volksbegehren „Artenvielfalt.Jetzt!“, damit auch unsere Enkelkinder eine intakte, vielfältige Umwelt erleben können“, erklärte Claudia Wilke, Sprecherin Kreisverbandes der Grünen im Landkreis Peine in einer Pressemitteilung.
„Etwa die Hälfte der rund 11.000 Tier und Pflanzenarten in Niedersachsen sind bedroht; fast 2/3 unserer Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste. Inzwischen nehmen selbst Allerweltsarten wie der Star in ihren Beständen ab, weil ihnen einfach die Lebensgrundlage fehlt“, sagt Stefanie Weigand, Co Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen.
Gerade die in den letzten Jahren öffentlich diskutierten Studien zum Insektensterben würden zeigen, dass jetzt gehandelt werden müsse. Das Artensterben habe nach Einschätzung der Grünen viele Gründe. Klar sei aber, dass die intensive Nutzung der Landschaft mit hohem Dünger- und Pestizideinsatz sowie die Verinselung der Lebensräume zu den wesentlichen Ursachen gehören. Mit dem Volksbegehren könne ein klarer gesetzlicher Rahmen zum Schutz der Arten geschaffen werden. „Bei der Umsetzung dieser überfälligen Aufgabe wollen wir unsere regionale Landwirtschaft nicht allein lassen. Der vielerorts vorhandene Reformwille muss auch finanziell gestärkt werden, um Existenzen nicht weiter zu gefährden. Um unsere Ökosysteme, unsere heimischen Wildpflanzen, Insekten und Wirbeltiere zu retten, haben bislang aber weder die Bundes- noch die Landesregierung ernsthafte Maßnahmen ergriffen, deshalb müssen wir jetzt handeln“, fordert Claudia Wilke.
Grüne im Landkreis Peine unterstützen die Rettung der Artenvielfalt
Der Schutz der Artenvielfalt ist eine zentrale Zukunftsaufgabe. Deswegen unterstützen die Grünen das Volksbegehren "Artenvielfalt.Jetzt!"
Manchen Arten, wie dem Star, fehlt die Lebensgrundlage. Symbolbild. | Foto: Pixabay