Peine. Der Igel ist in vielen Gärten im Landkreis Peine zu Hause. Ab Montag, 2. Februar, dem Tag des Igels, gilt im Landkreis Peine: Mähroboter dürfen nur am Tag eingesetzt werden. In der Zeit von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang müssen Mähroboter pausieren. Das teilt der Landkreis in einer Pressemeldung mit.
„Damit bleiben sie genau dann ausgeschaltet, wenn Arten wie der nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützte Igel und andere kleine Wildtiere in Gärten und Grünanlagen unterwegs sind“, erklärt Kreissprecher Fabian Laaß. Tagsüber können Mähroboter wie gewohnt genutzt werden – für die Rasenpflege ergeben sich also keine Einschränkungen.
Von rotierenden Messern überrollt
Hintergrund dieser Maßnahme ist, dass deutschlandweit der Igelbestand drastisch abnimmt. Er wird mittlerweile auf den Roten Listen für Säugetiere als gefährdete Tierart eingestuft. Eine große Gefahr für die nachtaktiven Tiere sind Mähroboter, die in der Nacht betrieben werden. Igel sind keine Fluchttiere und kugeln sich im Gefahrenfall ein, um die Situation abzuwarten. Bei einem Zusammentreffen mit einem Mähroboter führt diese über Millionen Jahre bewährte Überlebensstrategie oft zum Tod des Tieres, weil es überrollt wird und durch die rotierenden Messer schwere Verletzungen davonträgt.
„In den vergangenen Jahren haben wir einen deutlichen Anstieg solcher Fälle festgestellt. Dem möchten wir entgegenwirken und haben daher zur Einhaltung der artenschutzrechtlichen Bestimmungen eine Allgemeinverfügung zum Verbot des nächtlichen Einsatzes von Mährobotern erlassen“, so Laaß. Mit der nächtlichen Ruhezeit für Mähroboter werde ein einfacher, aber wirkungsvoller Beitrag zum Artenschutz geleistet. Damit tragen alle gemeinsam dazu bei, Igeln und anderen Wildtieren ein Stück mehr Sicherheit in ihren Lebensräumen zu geben.
Weitere Informationen sind ab Montag in der Allgemeinverfügung zum Verbot des nächtlichen Betriebs von Mährobotern unter www.landkreis-peine.de/Aktuelles/Amtsblätter/ zu finden.

