Mega-Rechenzentrum geplant: Hier will ein Energieunternehmen bauen

Das Unternehmen kündigt gewaltige Investitionen und neu entstehende Arbeitsplätze an.

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Ein neues Rechenzentrum soll im Landkreis Peine entstehen. Symbolbild
Ein neues Rechenzentrum soll im Landkreis Peine entstehen. Symbolbild | Foto: pixabay/promptplay

Peine. Ein großes Rechenzentrum soll in der Nähe des ehemaligen Kraftwerks Mehrum entstehen. Das hat zumindest die Telis Energie Deutschland GmbH vor, deren Pläne jetzt unter anderem im Rat der Gemeinde Hohenhameln, in deren Bauausschuss und im Ortsrat Mehrum veröffentlicht wurden. Demnach könnte es sich um eins der größten Rechenzentren des Landes handeln. Reichlich Arbeitsplätze sollen dabei vor Ort entstehen.



Laut eines Berichts des NDR seien Investitionen in Höhe von rund 1 Milliarde Euro geplant. Das Unternehmen Telis gehört laut seiner Präsentation in den örtlichen Gremien zur Telis Energy Group, die vom Finanzinvestor Carlyle Group finanziert wird. Telis Deutschland mit Sitz in Berlin betreibe demnach Batterie-Lösungen, Photovoltaik- und Windenergie-Anlagen sowie Rechenzentren.

In Mehrum soll ein Rechenzentrum entstehen


Ein solches Rechenzentrum – Telis spricht von einem Campus – soll nun eben in Mehrum entstehen – und zwar auf einer Riesenfläche von etwa 380.000 Quadratmetern nördlich des Industriegebietes „Ackerköpfe“. Es wäre ein echter Koloss, der zu den größten seiner Zunft in ganz Deutschland gehören würde.

Unter anderem spreche für den Standort im Landkreis Peine der praktische Stromanschluss wegen des dortigen Umspannwerks Mehrum/Nord. Laut Präsentation habe das Unternehmen zudem die Gemeinde Hohenhameln als besonders investitionsfreundlich ausgemacht.

Baustart könnte 2028 sein


Jetzt strebt das Unternehmen die erforderlichen Genehmigungen und nötigen Grundstückserwerbe von Landwirten an. Zunächst ging es jetzt im Orts- und Gemeinderat darum, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan nördlich des Industriegebietes „Ackerköpfe“ aufzustellen.

Laut Präsentation plant das Unternehmen mit einem Baustart 2028 für den ersten Block, der bestenfalls im selben Jahr noch in Betrieb gehen soll. Insgesamt seien sechs Gebäude geplant. Während der Bauarbeiten und nach Vollendung des Baus werden reichlich Arbeitsplätze in der Digitalwirtschaft vor Ort entstehen, kündigt Telis an. Außerdem werde die Gemeinde vom Steueraufkommen profitieren.

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