Peine. Der Landkreis Peine hat vom Netzwerk „Zukunftsraum Demografie“ die Zusage für eine Mikroförderung in Höhe von 5.000 Euro erhalten. Das Netzwerk unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise dabei, ihre demografiebezogenen Herausforderungen gemeinsam, praxisnah und flexibel zu bewältigen, heißt es in einer Pressemitteilung des Landkreises.
Das Bundesfamilienministerium fördert dieses Projekt, das vom Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V. bis Ende 2027 durchgeführt wird.
Herausforderungen in der Pflege sind absehbar
Mit der stetig wachsenden Zahl älterer Menschen steige auch die Zahl derer, die Unterstützung und Pflege benötigen, erklärt der Landkreis. Gleichzeitig stehen auf dem Arbeitsmarkt weniger Fachkräfte zur Verfügung und die Familienstrukturen verändern sich zunehmend. Aktuell werden noch viele Menschen mit Hilfebedarf durch Angehörige versorgt und gegebenenfalls gepflegt. Doch schon jetzt ist abzusehen, dass dies durch die oftmals längere Berufstätigkeit der Angehörigen in der jetzigen Form zukünftig nicht mehr möglich sein wird.
„Deshalb ist es wichtig, zeitgemäße und bedarfsgerechte Lösungsansätze zu entwickeln und umzusetzen, um eine gesellschaftliche Teilhabe und ein hohes Maß an Autonomie im Alter möglichst lange zu gewährleisten“, erläutert Katja Schröder, stellvertretende Kreissprecherin.
Mit der Mikroförderung wird eine Pflegestrukturplanung ermöglicht, die die aktuelle Pflegesituation beziehungsweise Situation der (fach-) ärztlichen Versorgung beschreibt, den zukünftigen Bedarf, sowohl im Pflegebereich wie im Bereich der ärztlichen Versorgung, abschätzt und den Landkreis in die Lage versetzt, auf die Verbesserung der Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes und zufriedenes Leben im Alter zu setzen.
Derzeit läuft hierzu noch bis zum 31. März eine Umfrage des Landkreises bei Einrichtungen und pflegenden Angehörigen. Interessierte, die Angehörige pflegen und sich an der Umfrage beteiligen möchten, können sich an Anke Bode von der Altenhilfeplanung des Landkreises Peine unter der Rufnummer 05171/401-9106 oder per E-Mail an a.bode@landkreis-peine.de wenden.

