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Roboter im Abwassernetz von Oelerse - Das müssen Anwohner jetzt wissen



Roboter im Abwassernetz von Oelerse - Das müssen Anwohner jetzt wissen

Es ist teilweise ein Zugang zu den Grundstücken möglich. Außerdem könnten Anwohner ohne ausreichende Be- und Entlüftung ihrer Entwässerungsanlagen ein Problem bekommen.

Hier hat der Kameraroboter eine Pflanzenwurzel entdeckt, die in den Kanal wächst. Das kann zu verstopfungen führen.
Hier hat der Kameraroboter eine Pflanzenwurzel entdeckt, die in den Kanal wächst. Das kann zu verstopfungen führen. Foto: Wasserverband Peine

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Oelerse. Am 27. September beginnt die Fachfirma Rohrfuxx im Auftrag des Wasserverbands Peine mit der Inspektion der Kanalrohre in der Ortschaft Oelerse. „Dazu fährt ein kleiner Kameraroboter die Rohre ab und zeichnet Bilder auf, die wir im Anschluss auswerten“, erklärt Sven Harnagel, zertifizierter Kanalsanierer des Verbands. Für aussagekräftige Bilder müsse der Schmutzwasserkanal vor der Befahrung zunächst im Hoch­druckverfahren gespült werden, ergänzt Harnagel. „Wichtig ist hier, dass die vorgeschriebene Be- und Entlüftung der Hausanlage funktioniert." Hierüber informiert der Wasserverband Peine in einer Pressemitteilung.



Die genaue Bestandsaufnahme des aktuellen Kanalzustands in Oelerse, ein Teil des auf zehn Jahre ausgelegten Kanalsanierungsprojekts des Wasserverbands Peine, bildet die Grund­lage für passgenaue Sanierungskonzepte. „Je nach Schadensbild können wir dann verschie­dene Verfahren zur Erneuerung einsetzen, von punktueller Schlauch-Variante bis zu neuen Rohrlängen. So können wir eine sichere, effiziente und wirtschaftlich nachhaltige Lösungsstrategie für die Ortsnetze erarbeiten“, so Harnagel. In der Ortschaft werden rund sechs Kilometer Rohrleitungen des öffentlichen Kanalnetzes sowie nochmals bis zu rund vier Kilometer der von dort abzweigenden Anschlussleitungen untersucht. Bis Ende November soll diese TV-Inspektion in Oelerse beendet sein.

Beeinträchtigungen durch die Spülarbeiten? Nicht bei DIN-gerechten Anlagen


„Die Hochdruckspülung des Schmutzwasserkanals vorab ist dringend notwendig, um den Zustand der Rohre mit der Kanal­kamera überhaupt korrekt aufnehmen zu können“, so Harnagel. Mit Be­einträchtigungen sei bei einer den anerkannten technischen Regeln (hier DIN 1986) betriebenen privaten Entwässerungs­anlage nicht zu rechnen. Das bedeute in erster Linie, auf eine ausreichende Be- und Entlüftung zu achten, damit eventuell entstehende Luftüberdrücke abgeführt werden können, führt Harnagel aus. Ein funktionierender Druckausgleich vermeidet mögliche Ver­unreinigungen der Wohnungseinrichtungen, etwa durch einen Rückstau des Abwassers.



„Ist ein Rauschen durch den Geruchsverschluss der Toilette oder Dusche zu hören, ist das ein posi­tives Zeichen – das spricht dafür, dass die private Hausleitung keine Verstopfungen aufweist und das System funktioniert“, beantwortet Harnagel eine der häufigsten Fragen. Sollte sich nach der Unter­su­chung ein unangenehmer Geruch bemerkbar machen, spricht das dafür, dass das Wasser aus dem Geruchsverschluss teils herausgesaugt wurde. „In solchen Fällen einfach Wasser ins Waschbecken laufen lassen oder die Toilettenspülung betätigen, dann wird das Wasser im Geruchsverschluss ersetzt“, rät er.

Da der Fortschritt der Inspektionsarbeiten stark von den Rahmenbedingungen abhängt, kann leider kein genauerer Zeitplan veröffentlicht werden, wann die Fachfirma in welchen Straßenabschnitten agiert. Die erfahrene Fachfirma wird aber zeitnah die Anwohner informieren, sobald die Arbeiten ihren Straßenzug erreichen. Für Schäden oder Verschmutzungen, die durch nicht DIN-gerechte private Grundstücks­ent­wässerungsanlagen entstehen, kann der Wasserverband Peine keine Haftung übernehmen.

Zugang zu Kontrollschächten und Grundstücken teils notwendig


Die zügige Überprüfung können die Bürger mit dem Zugang zu den Grundstücken unterstützen. Der Wasserverband Peine bittet deshalb die Eigentümer, den Mitarbeitern der Fachfirma Rohrfuxx zu Unter­suchungszwecken Zugang zu den Grundstücken zu gewähren und dort eventuell vorhandene Kontrollschächte zugängig zu machen. Manchmal würden Blumenkübel oder andere Gegenstände auf den Deckeln platziert, die dann nicht geöffnet werden könnten. Diese Schächte auf den Grundstücken können notwendige Zugänge für den kleinen Roboterwagen darstellen, zudem soll ihr Zustand bei der Bestandaufnahme gleich mit dokumentiert werden. .


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