Spielplatz im Neubaugebiet: Großer Andrang bei Beteiligungsaktion

In einem Neubaugebiet in Peine soll auch ein Spielplatz entstehen. Zahlreiche Kinder haben nun die Gelegenheit genutzt und ihre Ideen eingebracht.

Zahlreiche Kinder nahmen an der Beteiligungsaktion teil.
Zahlreiche Kinder nahmen an der Beteiligungsaktion teil. | Foto: Stadt Peine

Peine. 35 Kinder aus dem Neubaugebiet „An der Simonstiftung“ haben sich am vergangenen Dienstag mit der Frage auseinandergesetzt, wie der neu anzulegende Spielplatz im Wohngebiet aussehen soll. Im Zentrum der ersten Beteiligung für den Kinderspielplatz an der Simonstiftung stand dabei die Frage „Was wollen wir erleben?“, wie die Stadt Peine in einer Pressemitteilung berichtet.



Moderiert wurde der Tag durch Maren Näth, Amt für Tiefbau und Stadtgrün, Frau Nadine Bläsig, Stadtjugendpflegerin, und Frau Rosemarie Gemba vom beauftragten Planungsbüro. Bürgermeister Klaus Saemann und Stadtbaurat Florian Hahn konnten sich vor Ort nach einer kurzen Begrüßung von dem begeisterten Eifer der Kinder überzeugen, welche zunächst das zukünftige Spielplatzgelände erforscht und nach Materialien gesucht haben, die sie dann später am Tag für den Bau ihrer Modelle verwenden wollten. Insgesamt sei der Tag ein voller Erfolg gewesen.

Die Kinder hätten in mehreren Gruppen sehr vielfältige Modelle gebaut, die vor allem den Räumen für „Spiel und Bewegung“ und „Naturerlebnis und Artenschutz“ zugeordnet werden konnten. Besonders häufig sei der Wunsch nach einer Seilbahn gewesen, die viele Gruppen in ihr Modell integriert hätten. Außerdem seien Hügel mit Rutschen, Tunnel und kleine Höhlen mit Verstecken in den Modellen gebaut worden. Wichtig seien den Kindern aber auch Lebensräume für Insekten wie Käfer und Bienen gewesen, für die sie in ihren Modellen „blühende Bäume“, „Blumenwiesen“ und „Trinkstationen“ gebaut hätten. Ruhebereiche seien zudem mit vielen schattenspendenden Bäumen und Sträuchern sowie überdachten Sitzplätzen ausgestattet worden.

So geht es weiter


Die am häufigsten vorkommenden und umsetzbaren Ideen würden nun in die Planung aufgenommen. So könne den Kindern ein demokratischer Prozess nähergebracht werden: Die Mehrheit gebe die Richtung vor und nicht jeder Wunsch könne berücksichtigt werden. Grundlage für die „Hitliste“ sei die Einordnung der Ideen in vier Natur-Erlebnis-Räume (NER): Räume für Spiel und Bewegung, für Naturerlebnis und Artenschutz, für Ruhe und Kommunikation sowie für Kunst und Kreativität. In einem Folgetermin werde den Kindern ein Entwurf vorgestellt, der auf ihren Ideen aus dem Modellbau basiere. Die Kinder könnten dann noch einmal ihre Anregungen und Anmerkungen dazu abgeben.

Ziel sei die Entwicklung eines Naturerlebnis-Spielplatzes: Bei einem solchen Spielplatz werde auf große Spielgeräte verzichtet, stattdessen werde auf Erdmodellierung von Hügeln und Mulden mit Wegen gesetzt. Steine und Baumstämme laden zum Klettern ein, Bäume und Sträucher bieten Versteckmöglichkeiten und Insekten und deren Lebensräume können entdeckt werden. Wenn Planung und Ausschreibung im Zeitplan umgesetzt werden könnten, soll es für die Kinder in den Herbstferien einen Mitmachtag beim Bau geben. Ziel sei eine höhere Identifikation und Wertschätzung der Kinder mit dem Ort.

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