Perli: "Das Töten in Syrien muss endlich enden!"


Victor Perli (Linke). Archiv: regionalHeute.de
Victor Perli (Linke). Archiv: regionalHeute.de

Berlin. Die Angriffe auf Syrien werden zurzeit in den öffentlichen Medien stark diskutiert und vielfach kritisiert. Wie ist die Rolle Deutschlands dabei und wie stehen unsere Politiker dazu? regionalHeute.de hat nachgefragt. Der Bundestagsabgeordnete Victor Perli (Linke) nahm dazu Stellung.


Das Statement von Victor Perli (ungekürzt und unkommentiert):

"Die Linke verurteilt den Militärschlag in Syrien scharf. Selbstverständlich muss der Einsatz von Giftgas von einer UN-Untersuchungskommission aufgeklärt und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Es widerspricht aber jeglichem internationalen Recht, dass Trump, May und Macron bereits vor Beginn der Untersuchungen in kriegerischer Weise handeln. Die syrische Zivilbevölkerung hat in den letzten Jahren so viele Leiden ertragen müssen: Unter dem Assad-Regime, dem „Islamischen Staat“, den russischen Militärschlägen und denen der NATO-Mitgliedsstaaten. Es ist höchste Zeit, das Leiden zu beenden und nicht weiter zu verschlimmern.


Wir fordern die Bundesregierung auf, sich mit aller Kraft für die friedliche Beilegung des Syrien-Konflikts einzusetzen. Es war richtig, dass sich Deutschland nicht an dem Militärschlag beteiligt hat. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist ohnehin gegen solche Einsätze - in diesem Fall haben sich 90% dagegen ausgesprochen. Umso unverständlicher ist das Säbelrasseln von Außenminister Maas und Merkels nachträgliche Gratulation an US-Präsident Trump zu diesem völkerrechtswidrigen Militärschlag. Die Bundesregierung sollte zwischen den Konfliktparteien vermitteln, auch zwischen den USA und Russland, anstatt einseitig die planlose Syrien-Politik von Trump und Co. zu begrüßen. Des Weiteren ist es zur Deeskalation dringend nötig, jegliche Waffenlieferungen an im Syrien-Konflikt beteiligten Nationen umgehend zu stoppen."


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