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Peter Joseph Krahe Architekturpreis: Preisträger stehen fest



Peter Joseph Krahe Architekturpreis: Preisträger stehen fest

Die offizielle Verleihung wird jedoch verschoben.

Soziokulturelles Konzept am Westbahnhof, Westbahnhof.
Soziokulturelles Konzept am Westbahnhof, Westbahnhof. Foto: WelpvonKlitzing

Braunschweig. Die Preisträger des Architekturpreises Peter Joseph Krahe-Preis 2020, der etwa alle fünf Jahre von der Stadt Braunschweig vergeben wird, stehen fest. Die Verleihung muss allerdings aufgrund des Corona-Infektionsgeschehens auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Dies berichtet die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.



"Die aktuelle Situation lässt eine entsprechende Veranstaltung leider nicht zu", bedauert Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. "Wir hoffen sehr, bald zu einer feierlichen Übergabe der Preise einladen zu können, bei der nicht mehr primär Abstand im Vordergrund stehen muss, sondern auch informeller Austausch zwischen den Bauschaffenden wieder möglich ist."

Diese Architekturprojekte erhalten die Auszeichnung durch den Peter Joseph Krahe-Preis



Als markant und bis ins Detail mit hoher Qualität gestaltet und deshalb als preiswürdig habe die Jury das neue Kasino des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Querum beurteilt, welches die Architekten Lars Hidde und Andreas Timmermann entworfen haben. Ebenso habe den Preis das 20-geschossige Hochhaus von Stauth Architekten am Willy-Brandt-Platz erhalten. Dieses sei sehr schnell zu einem neuen selbstbewussten Bestandteil der Stadtsilhouette geworden und stehe als prägnantes Zeichen für die Wandlung des ehemaligen Postareals am Bahnhof zu einem modernen Dienstleistungszentrum der Stadt Braunschweig, urteilte die Jury.

Weiterer Preisträger sei der Neubau der stationären Wohnungslosenhilfe der Diakonie an der Münchenstraße von Ottinger Architekten. Dieses besteche, so die Jury, durch seine markante Zeichenhaftigkeit und die durchdachte, übersichtliche Gestaltung im Inneren. Als besonders bemerkenswert habe die Jury die Vielfalt an Projekten am Westbahnhof beurteilt, die in ihrer Gesamtheit die gelungene Revitalisierung des ehemaligen Bahngeländes ausmachen würden. Drei davon würden daher mit einem gemeinsamen Sonderpreis geehrt werden. Dieser gehe an das Soziokulturelle Konzept aus Jugendplatz und Garten ohne Grenzen (WELPvonKLITZING Architekten), die Informationskuben des "Industrieforum Ringgleis" (Architekten Brederlau + Holik) und an den zu einer Kletterhalle umgebauten ehemaligen Flugzeughangar des Bauherrn und Designers Nils Könekamp. Außerdem wären zwei Lobende Erwähnungen ausgesprochen worden für den zentralen Erweiterungsbau der Berufsbildenden Schule V an der Kastanienallee (WELPvonKLITZING Architekten) und den Umbau einer unter Denkmalschutz stehenden Reihenhauszeile am Klostergang in Riddagshausen (Architekt Bernd Grigull).



Die Jury hätte aus insgesamt 36 Bewerbungen auszuwählen. Ihr hätten neben Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer die Professoren Carsten Roth (Braunschweig) und Rolo Fütterer (Kaiserslautern), die Architektinnen Julia Hidde und Evelyn Wendt-Salmhofer, beide aus Braunschwieg, sowie die Ratsmitglieder Nicole Palm, Dr. Bernd Mühlnickel und Björn Hinrichs angehört.


Zum Peter Joseph Krahe-Preis


Mit dem Peter Joseph Krahe-Preis würdige die Stadt Braunschweig hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Architektur, des Ingenieurbaues oder der Garten- und Landschaftsgestaltung. 1954 habe der Rat der Stadt beschlossen diese Auszeichnung zu vergeben. Die Verleihung finde etwa alle fünf Jahre statt, im Jahr 2020 zum 15. Mal.

Peter Joseph Krahe (1758 - 1840) sei ein bedeutender Baumeister des Klassizismus gewesen und wäre von 1803 bis 1837 in Braunschweig tätig gewesen. Die Umgestaltung der ehemaligen Stadtbefestigung zu den Wallringpromenaden, die noch heute das Stadtbild Braunschweigs entscheidend prägen, gelte als eine seiner bedeutendsten Leistungen.

Dies sind die Preisträger des Peter Joseph Krahe-Preises 2020



Kasino des DLR, Lilienthalplatz 7
Bauherr: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.
Architekten: HTP Hidde Timmermann Architekten, Braunschweig

Business Center II, Willy-Brandt-Platz 18-19
Bauherr: BraWoPark Business Center II GmbH
Architekten: STAUTH Architekten, Braunschweig

Stationäre Wohnungslosenhilfe der Diakonie, Münchenstraße 11a
Bauherr: Dachstiftung Diakonie, Stiftung Wohnen und Beraten
Architekten: Ottinger Architekten, Braunschweig

Sonderpreis (gemeinsam):
Kletterhalle, Westbahnhof 3
Bauherr: Kletterzentrum Besitz GmbH
Architekten: Nils Könekamp / Wolfgang Mügge, Braunschweig

Soziokulturelles Konzept am Westbahnhof, Westbahnhof
Bauherr: Stadt Braunschweig
Architekten: WELPvonKLITZING, Braunschweig

Industrieforum Ringgleis, Westbahnhof / Ringgleis
Bauherr: Stadt Braunschweig
Architekten: BREDERLAU + HOLIK, Braunschweig

Lobende Erwähnung:
Erweiterung Berufsbildende Schule V, Kastanienallee 71
Bauherr: Stadt Braunschweig
Architekten: WELPvonKLITZING, Braunschweig

Sanierung und Ausbau Reihenhäuser Klostergang, Klostergang 62
Bauherr: Stiftung Maria Stehmann Haus
Architekt: Dipl.-Ing. Bernd Grigull, Braunschweig

Weitere Informationen seien unter www.braunschweig.de/krahe-preis zu finden.


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