Wolfenbüttel

Pfingstbotschaft des Sickter Altbürgermeisters


Dieter Lorenz, Altbürgermeister Sickte, versendet Grüße zu Pfingsten. Foto: Privat
Dieter Lorenz, Altbürgermeister Sickte, versendet Grüße zu Pfingsten. Foto: Privat Foto: Privat

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15.05.2016


Wolfenbüttel. Im Nachfolgenden überbringt Dieter Lorenz, Aktbürgermeister von Sickte, eine Pfingstbotschaft, die regionalHeute.de an dieser Stelle ungekürzt und unkommentiert veröffentlicht.
Geh mal anders herum, denn alles hat zwei Seiten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Wir Menschen haben Gewohnheiten,
die bringen uns wenig in neue Zeiten
Auch wenn man sagt: "Das haben wir immer so gemacht“,
wir machen dann weiter, meist unbedacht.
Doch irgendwoher kommen manchmal geistvolle Gedanken
„Schließ doch mal die üblichen Schranken,
Geh einen anderen Weg, einen der bisher unbekannt“
Mensch, das geht ja auch, warum bin ich nicht schon früher mal anders gerannt?

Ein Mann geht durch den Ort. Immer den selben Weg. Trifft fast regelmässig die gleichen Leute. Man hatte sich daran gewöhnt. Jede Stolperstelle und andere Eigenarten waren ihm bekannt und fielen nicht auf. Alles war gut. Irgendwann gabs einen Geistesblitz. Ihm kam der Gedanke „Geh doch mal anders herum “. Er tat es - und staunte. Häuser, Unebenheiten und andere Merkmale waren nicht mehr da. Andere Besonderheiten kamen „ans Tageslicht“. Und die Moral von der Geschicht? Folge öfter deiner inneren Stimme, deinen Gedanken und deinem Geistesblitz.

Der bekannte Humorist Otto trägt manchmal den „Menschlichen Körper Songtext“ vor. Für unseren Fall könnte er lauten:
Großhirn an Auge: „Auge gibt es Gefahrenquellen, beim Rundgang? “ Auge an Großhirn: „Keine Gefahrenquellen zu sehen.“ Großhirn an Geist, ganz oben: „Geist, wir gehen seit vielen Jahren immer den selben Weg. Und sehen keine Gefahrenquellen, ist das richtig?“ Geist an Großhirn: „Wer immer den selben Weg geht, wird betriebsblind, geht doch mal anders herum“. Goßhirn an Auge:„Auge, den Weg anders herum gehen und berichten“. Auge an Großhirn: „Weg gegangen, habe viele Neuigkeiten gesehen, alle sehr interessant, wir machen gern weiter.“ Großhirn an Geist. „Empfehlung beachtet. Haben neuen Lebenssinn entdeckt“. Geist an Großhirn: „Gut gemacht, künftig selbst auf neue Ideen kommen.“ Großhirn an Geist: „Danke, mit dir und deinen geistreichen Ideen kommen wir im Leben besser voran.“

Vor wenigen Wochen, haben wir die Meldung noch vor Augen: „Papst Franziskus, mit anderen Religionsvertretern, besuchen Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos. Der Papst nimmt zwölf muslimische Flüchtlinge in seinem Flugzeug mit nach Rom.“ Aus 150 Flüchtlingsfamilien wurden drei Familien, durch Los ausgesucht. Sechs Erwachsene und sechs Kinder, alles Muslime, sind jetzt in Rom und werden betreut und fangen ein neues Leben an. Auf die Frage, wie es zu diesem Akt der Solidarität kam, antwortete Papst Franziskus: „Der Heilige Geist hat meine Mitarbeiter auf diese Idee gebracht.“ Bleibt zu hoffen, dass der Heilige Geist auch Politiker und Andere ansteckt, damit sie diesem guten Beispiel von Papst Franziskus folgen.

Beim Begriff „Heiliger Geist“ sind wir beim Pfingstfest angekommen. Nach einem Jugendgottesdienst mit gut 80 Teilnehmern gab es mehrere Gespräche: „Was heißt und bedeutet für sie das Wort Pfingsten?“. Zwei junge Mädchen, offenbar Vorkonfirmandinnen, die machten große fragende Augen: „Du, da fragen wir Annika“ (Name geändert) sagte die Eine zur Anderen. „Anika“ kam und erläuterte, „Pfingsten ist 50 Tage nach Ostern. Da kam der Heilige Geist auf die Jünger Jesu.“ Bei weiteren Fragen an andere jugendliche Teilnehmer hörte man: „Pfingsten ist Gründungstag der Kirche,“ „Pfadfinder und Jugendfeuerwehren machen Pfingstzeltlager“: „Pfingstwunder, weil jeder, egal welche Sprache er sprach, die Botschaft Jesu hörte und verstehen konnte.“ „Es gibt Pfingstbräuche“, „Der Pfingstmontag ist ein Feiertag, wie Sonntag“. Da ist doch noch einiges Wissen unterm Volk, auch bei jüngeren Leuten.

Es scheint lohnenswert, mal wieder über den Heiligen Geist nachzudenken, denn alle Entscheidungen gehen vom „Geist ganz oben“ aus. In der Hauptkirche in Wolfenbüttel ist am Pfingstmontag um 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst mit vielen Begegnungen. Da werden wir wahrscheinlich keine feuerigen Zungen sehen, aber, mancher könnte vielleicht, wenn er will, durch Gespräche oder anderes Pfingstmontagsgeschehen von einem Geistesblitz getroffen werden, und das wäre ja auch schon was. Allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Pfingstfest und viel Freude „vom Geist ganz oben“ gute Lebenstipps zu bekommen, damit wir weiter zufrieden, geistvoll und mit viel Lebensfreude zusammenleben können.

Mit frohen Grüßen
Dieter Lorenz
Sickter Altbürgermeister


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