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Pfingstgruß des Landesbischofs: Trennungen überwinden


Landesbischof Dr. Christoph Meyns richtet Grüße zu Pfingsten aus.  Foto: Evang. Landeskirche Braunschweig.
Landesbischof Dr. Christoph Meyns richtet Grüße zu Pfingsten aus. Foto: Evang. Landeskirche Braunschweig. Foto: Evang. Landeskirche Braunschweig.

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15.05.2016


Region. In seinem Pfingstgruß rief der Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Dr. Christoph Meyns dazu auf, Trennungen zu überwinden. Michael Strauß, Pressesprecher der Landeskirche berichtet im Nachfolgenden darüber.

Landesbischof Dr. Christoph Meyns hat die Hinwendung zum Anderen als charakteristisch für den christlichen Glauben bezeichnet. Deswegen pflege die Kirche weltweite Partnerschaften und engagiere sich in der sozialen Arbeit, sagte er in seiner Pfingstpredigt am Sonntag, 15. Mai, im Braunschweiger Dom: „Der Heilige Geist macht uns hellsichtig für die Nöte anderer Menschen. Davon zeugt nicht zuletzt die enorme Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen.“ Selbstkritisch appellierte er auch an die Christen und Kirchen, Trennungen zu überwinden und mehr Gemeinschaft zu wagen: „Selbst benachbarte Gemeinden innerhalb einer Landeskirche – Anwesende natürlich ausgenommen – haben mitunter Schwierigkeiten, miteinander zusammenzuarbeiten.“ Auch in der Kirche pflegten manche die „Kunst der Abgrenzung und der gegenseitigen Abwertung“.

Oft, so der Landesbischof, stehe dahinter die Angst vor dem Verlust von Macht oder Geld, die Angst vor Überforderung oder dem Verlust von Heimat und Identität, oder auch die Angst, dass eigene Schwächen sichtbar werden. Zwar müsse man die Angst ernst nehmen, sie dürfe aber nicht dazu führen, dass wir die Handlungsfähigkeit verlieren.

Die Weisheit christlicher Lebensführung liege darin, sich nicht von den eigenen Problemen gefangen nehmen zu lassen, sondern auf den Anderen zu blicken. So entstehe oft auch eine Lösung in den eigenen Herausforderungen. Der Landesbischof erinnerte an den Religionsphilosophen Martin Buber, der einmal gesagt habe: Der Weg zum Ich führt über das Du.


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