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"Pipifax-Debatte": Junk teilt aus

von Robert Braumann


Oberbürgermeister Oliver Junk. Foto: Förster/Archiv
Oberbürgermeister Oliver Junk. Foto: Förster/Archiv

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29.11.2016

Goslar. Den Bericht einer Tageszeitung nahm Oberbürgermeister Oliver Junk zum Anlass, um sich gegen Kritik an seiner Person zur Wehr zu setzen. Ausgangspunkt waren die Bemerkungen des Oberbürgermeisters zur Lage des Tourismus in Goslar.


Auf seiner Internetseite schreibt er, dass er sich auf einer Veranstaltung der Dehoga in Hahnenklee zur Bettensteuer, dem Tourismusbeitrag und zur Entwicklung von Hahnenklee äußern sollte. Dies habe er dann auch getan und bemerkt, dass die Tourismusmarketinggesellschaften noch total unterfinanziert seien. "Und ich habe darauf aufmerksam gemacht, dass wir Gas geben müssen, investieren müssen, damit uns Bad Harzburg mit dem Baumwipfelpfad, Braunlage mit dem Wurmberg und Schierke mit der Eisbahn nicht noch weiter abhängen. Und dann habe ich darauf aufmerksam gemacht, dass es dafür nicht Geld und Personalkapazitäten braucht, die unrealistisch sind. Und habe das Beispiel Baumwipfelpfad gewählt. Achtung, jetzt kommt es: Ich habe nämlich dann ausgeführt, dass der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg so kompliziert gar nicht ist, schlicht Pipifax. Denn es gibt in Deutschland unzählige davon, teilweise größer, es braucht ein wenig Eisengestänge, einen netten Ort und Baumkronen, die noch nicht vom Borkenkäfer befallen sind", so Junk. Dies habe man bei der Goslarschen Zeitung zum Anlass genommen, um an der Kampagne "Wie werden wir den Junk los", weiter zu drehen. Dabei habe er die eigenen Defizite aufzeigen und niemand aus der Nachbarstadt angreifen wollen.


Der Baumwipfelpfad entstand in Bad Harzburg. Foto: Anke Donner


"Keine kreativen Ideen"


So bemerkt er weiter zum Baumwipfelpfad: "Und? Das kann jeder, dafür braucht es ein wenig städtisches Geld, Fördermittel von außen, fleißiges Personal, gutes Marketing. Dann läuft das und die Menschen laufen dahin und Bad Harzburg läuft uns weg. So einfach geht das. Bad Harzburg macht das richtig gut, ist damit erfolgreich - im übrigen auch zum Nutzen der Stadt Goslar, des gesamten Harzes. Mit meinen Worten habe ich deshalb deutlich gemahnt und mit dem Finger auf uns, auf Hahnenklee und Goslar gezeigt, und darauf aufmerksam gemacht, dass uns nach dem Weihnachtswald (ja auch geklaut!!) nicht mehr viel eingefallen ist. Seit Jahren Stillstand in Goslar, keine kreativen Ideen, keine Vorwärtsbewegung im Bereich der touristischen Attraktionen. So war das in Hahnenklee! Das habe ich zum Ausdruck gebracht und jeder der 40 Menschen, die da waren, haben das genau so verstanden." Mit solchen Berichten würde man Menschen in Stellung gegeneinander bringen und Städte gegeneinander und arbeiten lassen. Ob die Kampagne ihn loswerden zu wollen Erfolg haben werde, wolle er offen lassen.

"Keine faire Maßnahme"


Er schließt mit den Worten: "Anständig ist der Umgang jedenfalls nicht. Kritik der Zeitung immer gerne, ich werde auch dazu weiter einladen, wenn ich arbeite und entscheide, aber Worte aus dem Zusammenhang reißen und dann mal die Bad Harzburger motivieren, ordentlich auszuteilen ist keine faire Maßnahme, noch dazu in der Vorweihnachtszeit."


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