Braunschweig

Planungen für Heinrich-der-Löwe-Kaserne schreiten voran



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06.02.2015


Braunschweig. Projektentwickler Kanada-Bau hat in enger Kooperation mit der Stadt Braunschweig ein neues Konzept zur Revitalisierung des Geländes der früheren Heinrich-der-Löwe-Kaserne erstellt und vorgelegt. Im Zentrum steht dabei ein gemischtes Wohnquartier mit insgesamt 400 Wohneinheiten.


Maic Laubrich(Geschäftsführer von Kanada Bau), begrüßte daher die während der jüngsten Sitzung des Stadtbezirksrat Südstadt-Rautheim-Mascherode geäußerte Einschätzung der Bauverwaltung, voraussichtlich bis Ende des Jahres beziehungsweise Anfang des nächsten Jahres das Baurecht für dieses Großprojekt zu erteilen, ausdrücklich. "Wenn tatsächlich bis Ende 2015 ein bestandskräftiger Bebauungsplan vorliegt, dann könnte sofort mit der Erschließung begonnen werden und im Sommer 2016 Baubeginn für die ersten Häuser sein, stellte Laubrich in Aussicht. Vorgesehen sind 130 Einfamilienhäuser, bis zu 70 Reihenhäuser sowie Mehrfamilienhäuser mit rund 200 Wohnungen. Investor Kanada-Bau hatte zuvor Abstand genommen von seinen ursprünglichen Plänen, auf dem Gelände ein Fachmarktzentrum und Logistik anzusiedeln. Nach ersten Widerständen schien eine einvernehmliche Lösung für ein derartiges Projekt nicht möglich. "Mit der veränderten Planung schaffen wir nun zusätzlichen Wohnraum und entsprechen damit einem Wunsch der Stadt Braunschweig", so Laubrich.



Umfangreiche Investitionen


Durch den dauerhaften Anstieg der Bevölkerungszahlen ist die Lage auf dem Bauland- und Wohnungsmarkt in Braunschweig mehr und mehr angespannt. "Wir wollen daher insbesondere Wohnraum für junge Menschen anbieten, damit sie sich bereits in einer früheren Lebensphase Wohneigentum schaffen können", erläuterte der Kanada-Bau- Geschäftsführer, obwohl die Umwidmung vom Gewerbe- hin zu einem Wohnbebauungs- Projekt Auswirkungen auf die Kostenstruktur hat. Denn bei den Entwicklungskosten schlägt der notwendige Abriss der früheren Kasernengebäude einschließlich der Keller- und Bunkeranlagen zu Buche. Zudem ist ausweislich eines Gutachtens voraussichtlich ein Bodenaustausch in den Bereichen der früheren Bundeswehr-Tankstelle und der Werkstatt erforderlich, obwohl die Bereiche größtenteils außerhalb der Wohnbebauung liegen. Auch beim Thema Lärmschutz besteht kurzfristiger Abstimmungsbedarf mit der Stadt.



Planungen gehen voran


"Wir hoffen aber, dass auf Grundlage der des vorliegenden Strukturplans und nach der Ankündigung der Verwaltung während der Bezirksratssitzung eine zügige Lösung erzielt werden kann", meinte Laubrich. Im Norden des insgesamt 310.000 Quadratmeter großen Areals sind auch Flächen für gewerbliche Nutzung wie Büros, Systemgastronomie und einem Nahversorgungszentrum mit Lebensmittel- und Getränkemarkt sowie Drogerie ausgewiesen. Der weitere Gremienverlauf in der Stadtverwaltung schreitet nach der Be- zirksratssitzung voran. Bereits im Februar wird voraussichtlich der geänderte Aufstel- lungsbeschluss zur Entwicklung der Heinrich-der-Löwe-Kaserne gefasst.


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