Sie sind hier: Region >

Platz bei der AWO wird nach Marie Juchacz benannt



Braunschweig

Platz bei der AWO wird nach Marie Juchacz benannt


Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv Foto: Archiv

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Braunschweig. Der Platz des AWO-Bezirksverbands am Peterskamp erhält zu Ehren der Gründerin der Arbeiterwohlfahrt den Namen "Marie-Juchacz-Platz". Das hat der Bezirksrat 112 Wabe-Schunter-Beberbach am Mittwoch, 7. November, beschlossen. Ein entsprechendes Schild soll am 15. März 2019 aufgestellt werden, dem 140. Geburtstag von Marie Juchacz.



Die AWO feiert im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Gründungsjahr. Die Platzbenennung, mit der ein dauerhaftes Gedenken an Marie Juchacz verbunden sein soll, wird mit der Aufstellung des Schildes wirksam. Das berichtet die Stadt Braunschweig in einer Pressemitteilung.

Der AWO Kreisverband Braunschweig e. V. hatte vorgeschlagen, den Platz auf dem Grundstück mit der aktuellen Lagebezeichnung Peterskamp 21 als "Marie-Juchacz-Platz" zu benennen. Die Stadtverwaltung unterstützte diesen Vorschlag. Die Benennung und die damit verbundene neue Adressbildung ermöglicht eine dauerhafte Erinnerung an die Gründerin der AWO und damit verbunden eine besondere Identifikation der dort ansässigen Einrichtungen. Die endgültige Gestaltung des Platzes ist noch nicht abgeschlossen. Die Benennungsfläche entspricht daher der geplanten noch zu realisierenden Platzsituation und bildet das gemeinschaftliche Zentrum des zukünftigen AWO-Kampus.



Hintergrund:


Die Fläche befindet sich im Eigentum des AWO Bezirksverbandes Braunschweig e.V. und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz. Die Eigentümer unterstützen den vorgeschlagenen Namen. Marie Juchacz, geboren am 15. März 1879 in Landsberg an der Warthe, war eine herausragende Politikerin und Frauenrechtlerin und gründete 1919 die Arbeiterwohlfahrt in Deutschland. Im selben Jahr war sie in die Weimarer Nationalversammlung gewählt worden. 1920 bis 1933 war Juchacz Abgeordnete des Reichstages. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh sie ins Exil, um der Verfolgung durch das NS-Regime zu entgehen.

Aus den USA unterstützte Marie Juchacz die Widerstandsarbeit und war entscheidend an den Hilfsaktionen Amerikas zum Wiederaufbau in Deutschland beteiligt. Sie konnte erst 1949 nach Deutschland zurückkehren und wurde Ehrenvorsitzende der AWO. Juchacz starb am 28. Januar 1956 in Düsseldorf.


zum Newsfeed