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Pokémon-Jagd auf dem Friedhof: Wo liegen die Grenzen?



Goslar

Pokémon-Jagd auf dem Friedhof: Wo liegen die Grenzen?

von Max Förster


Pokémon Jagd auf dem Goslarer Friedhof. Symbolfoto: Alec Pein
Pokémon Jagd auf dem Goslarer Friedhof. Symbolfoto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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Goslar. Die hiesigen Pokémon-Jäger gehen jetzt schon auf Friedhöfen auf die Suche nach den kleinen Pocket-Monstern. Auch auf dem Hauptfriedhof Goslar tummelten sich jüngst kleine Gruppen Jugendlicher, die auf Sammeltour waren. Wird hier eine Grenze überschritten?

Seit letzter Woche geht ein Hype durch die Region (regionalHeute.de berichtete). Immer mehr Leute sieht man mit gesenkten Köpfen durch die Straßen laufen, den Blick fest auf das Smart-Phone, um kein Pokémon zu verpassen, dass sich in Büschen, auf Wiesen oder hinter Mauern versteckt. Dass auch Pokémon auf Friedhöfen zu finden sind, habe sich wohl schnell rumgesprochen. Erst kürzlich liefen junge Menschen in kleinen Gruppen über den Hauptfriedhof, um nach Pokémon zu suchen. Wird hier eine Grenze überschritten und gegen Richtlinien verstoßen?

Richtlinien müssen beachtet werden


"Die Friedhofsverordnung (§6 Verhalten auf dem Friedhof) schreibt vor, dass sich jeder auf den Friedhöfen der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten hat. Laut Verordnung ist es nicht gestattet, zu lärmen und zu spielen sowie Einfriedungen und Hecken zu übersteigen und Rasenflächen, Grabstätten und Grabeinfassungen zu betreten", erklärt Vanessa Nöhr, Pressesprecherin der Stadt Goslar, auf Anfrage von regionalHeute.de. Insofern sei die Pokémon-Suche auf Friedhöfen schon bedenklich.

Bisher keine Beschwerden


"Bisher sind bei der Stadt aber noch keine Beschwerden über Pokemon-Spieler auf Friedhöfen eingegangen. Momentan ist unsere Sorge vielmehr, dass die Spieler zum Beispiel vor ein fahrendes Auto geraten", erklärt Nöhr. Deswegen appelliert die Stadt deshalb an die Pokemon-Spieler, ihre Umgebung im Auge zu behalten. Man werde die Situation - auch abseits von Friedhöfen - beobachten "Sollte es tatsächlich zu Störungen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kommen, behalten wir uns vor, entsprechende Schritte einzuleiten", sagt Nöhr.

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