whatshotTopStory

Polizei-Doppelkopfrunde spendet an Hospiz und Tafel

Beide Organisationen haben jeweils 1.600 Euro bekommen.

von Anke Donner


Ida Naumov, stellvertretende Vorsitzende der Tafel Salzgitter, Volker Warnecke, Leiter der Polizeiinspektion, Ralf Bartels, Leiter Kriminaldauerdienst und Britta Bötel, Geschäftsführerin Hospiz Salzgitter bei der Spendenübergabe.
Ida Naumov, stellvertretende Vorsitzende der Tafel Salzgitter, Volker Warnecke, Leiter der Polizeiinspektion, Ralf Bartels, Leiter Kriminaldauerdienst und Britta Bötel, Geschäftsführerin Hospiz Salzgitter bei der Spendenübergabe. Foto: Rudolf Karliczek

Artikel teilen per:

04.11.2020

Salzgitter. Einer langen Tradition folgend wurde am vergangenen Freitag eine Spende an die Tafel und an das Hospiz Salzgitter durch die Polizei übergeben. Das Geld stammt aus einer Kartenspielrunde der Polizeibeamten.



Über den Winter treffen sich regelmäßig etwa 50 Mitspieler aus Polizei, Wirtschaft, Verwaltung und anderen Institutionen, um für den guten Zweck die Karten auf den Tisch zu legen - und das bereits seit 35 Jahren. Der aus den Spielen erwirtschaftete Überschuss wird traditionsgemäß gespendet und sollte auch in diesem Jahr einer guten Sache zugeführt werden, berichtet Volker Warneck, Leiter der Polizeiinspektion Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel. In diesem Jahr wurde jeweils ein Betrag in Höhe von 1.600 Euro an das Hospiz und die Tafel überreicht. "Wir haben im Augenblick eine Zeit, in der gute Nachrichten ganz besonders wichtig sind. Wir haben gesagt, beides sind wichtige Institutionen, in dieser Zeit, bei denen Gesundheit und wirtschaftliche Not im Fokus stehen", so Warnecke und betont, dass es sicher auch noch viele andere Organisationen verdient hätten. In diesem Jahr habe man sich aber gesamt auf die beiden Auserwählten geeinigt.

Laufende Kosten decken


"Es freut uns sehr, dass wir bedacht werden. Wir werden das Geld für den laufenden Betrieb verwenden. Wir müssen einen Teil unserer Kosten durch Spenden erwirtschaften. Und die Spenden sind jetzt in der Coronazeit eingebrochen und wir haben deutlich weniger Spenden", sagte Britta Bötel, Geschäftsführerin des Hospiz Salzgitter bei der Spendenübergabe und erklärt, dass die Personalkosten einen großen Teil der Ausgaben ausmachen. "Ein Hospiz arbeitet sehr personalintensiv. Ganz im Gegenteil zu Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen. Unsere Mitarbeiter haben viel Zeit für unsere Gäste auf ihrer letzten Reise. Und da ist Zeit und Menschlichkeit das, was wir den Menschen geben können", führt Britta Bötel aus und berichtet, dass derzeit 20 Kräfte in der Pflege beschäftigt sind. Hinzu kommen zwei Damen im Sozialdienst und viele Ehrenamtliche.

Und auch bei der Tafel soll das Geld dafür genutzt werden, die laufenden Kosten zu decken. Denn die Situation sei bei der Tafel ähnlich, wie beim Hospiz, erklärt Ida Naumov, Vorsitzende der Tafel Salzgitter. "Bei uns sind die Kosten gestiegen, aber die Einnahmen nach unten gegangen. Und deswegen würden wir das Geld gern dafür verwenden", sagt Ida Naumov. Bei der Tafel in Salzgitter sind derzeit 100 Mitarbeiter im Einsatz - 65 Ehrenamtliche und 35 Mitarbeiter. "Über die Spende haben wir uns sehr gefreut. Wir sind immer sehr froh, wenn wir Spenden bekommen, weil wir uns ja selber finanzieren", so Ida Naumov.


zur Startseite