Wolfsburg

Polizeiarbeit im Focus der Öffentlichkeit


Symbolbild: Robert Braumann.
Symbolbild: Robert Braumann.

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20.10.2016

Wolfsburg. Rund 400 Beamtinnen und Beamte probten gestern in der Volkswagen Arena mit dem VfL Wolfsburg und der Stadt Wolfsburg das Zusammenwirken von Einsatzkräften bis hin zu einer Evakuierung des Stadions aus Anlass eines angenommenen terroristischen Vorfalls, so die Polizei.



Aus der immer noch aktuell hohen abstrakten terroristischen Gefahrenlage, wie neben dem Bundesinnenminister auch Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius stets betone, würden sich für die Polizei besondere Erwartungen und Herausforderungen ergeben. "In einem Ernstfall steht die Polizei mit ihrer Arbeit besonders im Focus der Öffentlichkeit", betont Wolfsburgs Polizeichef Olaf Gösmann. Dies habe der Vorfall im Juli in München sehr deutlich gemacht. Daher sei es wichtig für eine professionelle Lagebewältigung, dass polizeiliche Abläufe trainiert werden. Schon das Jahr 2015 hatte mit den Ereignissen in Paris und der Spielabsage in Hannover auch in Wolfsburg bei Fußballspielen in der Volkswagen Arena wie im Champions League Spiel gegen Manchester United zu einer veränderten Sicherheitslage geführt. Gerade der Anschlag in Nizza am Abend des französischen Nationalfeiertags mache deutlich, dass Terroristen sich auch Großveranstaltungen als mögliche Ziele aussuchen. In der Gesamtbetrachtung wird für die Polizei deutlich, betont der Polizeidirektor, dass für die Bundesrepublik und somit auch für Niedersachsen eine anhaltend hohe abstrakte terroristische Gefahrenlage besteht, die sich bei konkreten Erkenntnissen auch zu einer temporären Erhöhung der Gefährdung entwickeln kann. Als Polizei wollten und müssten sie sich auf solche Szenarien in der Theorie vorbereiten und in der Praxis auch üben. Daher trainierten die Beamtinnen und Beamten auf der Einsatzgrundlage eines Fußballspiels in der Volkswagen Arena gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern, dem VfL Wolfsburg und der Stadt Wolfsburg, das Zusammenwirken von Einsatzkräften bis hin zu einer Evakuierung des Stadions aus Anlass eines angenommenen terroristischen Vorfalls. Wie bereits praktiziert werde, würden angepasste Einsatzmaßnahmen, wie die Erhöhung der sichtbaren Präsenz oder das Mitführen von Maschinenpistolen bei Fußballspielen zur Stärkung des Sicherheitsgefühls der Bürgerinnen und Bürger beitragen. Daneben müssten aus Fürsorge gegenüber den Einsatzkräften den Aspekten der Eigensicherung und Handlungssicherheit Rechnung getragen werden. Eine durchaus anspruchsvolle Aufgabe, bewertet Gösmann abschließend das Übungsgeschehen, das um 14 Uhr zu Ende ging.


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