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Präventionsrat will Probleme in der Stadt genauer ermitteln



Braunschweig

Präventionsrat will Probleme in der Stadt genauer ermitteln

von Robert Braumann


Thomas Seliger, Cordula Müller, Dr. Andrea Hanke und Stefanie Hälig (von links), Foto: Robert Braumann
Thomas Seliger, Cordula Müller, Dr. Andrea Hanke und Stefanie Hälig (von links), Foto: Robert Braumann Foto: Robert Braumann

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Braunschweig. Der Braunschweiger Präventionsrat feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Der neue Vorstand nutzt das Jubiläum zu einem Neustart und will zurück an die Basis.

Die neue Vorsitzende, Sozialdezernentin Dr. Andrea Hanke, stellte die Perspektiven der Arbeit des Präventionsrats in den kommenden Jahren am Dienstag, gemeinsam mit Cordula Müller, Leiterin der Polizeiinspektion Braunschweig sowie 1. stellvertretende Vorsitzende, Stefanie Hälig, Dozentin an der Ostfalia Hochschule und 2. stellvertretende Vorsitzende, sowie Thomas Seliger, Geschäftsführer des Braunschweiger Präventionsrats, vor. Hanke warf zunächst einen Blick zurück auf das Jahr 2015. Dort habe man das Aktionsjahr "Medien" durchgeführt. Dies sei sehr gut angenommen worden, dennoch habe man sich entschieden in eine etwas andere Richtung zu gehen.

Neuausrichtung soll helfen


"Wir wollen die strategische Ausrichtung etwas anders als bisher gestalten. Wir möchten eher versuchen uns gezielter mit Projekten auseinanderzusetzen und „Themen“ und Probleme frühzeitig zu erkennen." Dazu will man ganz unterschiedliche Daten analysieren, zum Beispiel Bürgerbeschwerden, Unfallzahlen und die Polizeistatistik. Dies wolle man dann mit Bundesdaten vergleichen und gleich schauen, was ist in dem Bereich Prävention schon erfolgreich gelaufen, was kann man adaptieren. In einer dritten Phase sollen dann die Zielgruppen befragt werden. "Wir wollen überprüfen, sind das wirklich die Themen die interessieren?" Dann soll es daran gehen, gemeinsam mit den verschiedenen Partnern Maßnahmen in die Wege zu leiten. "Es soll auch darum gehen stärker auf die Quartiere einzugehen und herausfinden, wo sind die Probleme der Menschen vor Ort", so Hälig. Thomas Seliger ergänzte: "Wir wollen etwas genauer schauen, etwas spezifischer sein." Dazu wolle man sich auf das Programm „Communities That Care“ bewerben. Hier stünden die Chancen recht gut aufgenommen zu werden. Mehr zu dem Programm finden Sie hier.

Zurück an die Basis


Cordula Müller bemerkte: "Die Aktionsjahre sind gut gelungen, nun gehen wir aber noch einmal an die Basis, um zu schauen, wo sind Defizite die wir beseitigen können. Sicherlich ein neuerer Schritt, wo wir auch erst einmal schauen müssen, wie wir damit umgehen werden. Es ist sicher kein Kurzzeitprogramm, dass sicherlich einiges an Vorbereitung bedarf." "Es ist auch ein Austesten der Methoden", so Hanke. "Wir wollen die Menschen erreichen und versprechen uns von der Neuausrichtung eine weitere Verbesserung der Prävention", ergänzte die Sozialdezernentin. "Die ganz banale Frage, warum machst du das eigentlich? Was ist das Anliegen, was ist das Ärgernis, das klärt schon ganz häufig, ob man an der richtigen Stelle arbeitet", so Seliger. Es soll in Zukunft genau auf den Prüfstand, ob die richtigen Dinge angegangen werden. Im Fokus der Prävention sollen weiter Kinder und Jugendliche stehen.


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