Sie sind hier: Region >

Prof. Dr. Dietrich Lemke nimmt die Sonne ins Visier



Wolfsburg

Prof. Dr. Dietrich Lemke nimmt die Sonne ins Visier


Dietrich Lemke erklärt in seinem Vortrag die „Verborgene Botschaften im Sonnenlicht“. Symbolfoto: Anke Donner
Dietrich Lemke erklärt in seinem Vortrag die „Verborgene Botschaften im Sonnenlicht“. Symbolfoto: Anke Donner Foto: Anke Donner

WhatsApp
facebook
Twitter
LinkedIn
E-Mail

Wolfsburg. Das Planetarium Wolfsburg lädt zu einem wissenschaftlichen Vortrag am 19. September 2018 um 19 Uhr ein. Zu Gast ist Prof. Dr. Dietrich Lemke, der zu dem Thema „Verborgene Botschaften im Sonnenlicht“ referiert. Das gab das Planetarium per Pressemitteilung bekannt.



Die Entschlüsselung der Lichtbotschaften begann vor 200 Jahren mit der Entdeckung von dunklen Linien im Spektrum der Sonne und anderer Sterne durch Joseph Fraunhofer im Kloster Benediktbeuern. Er nutzte sie fortan bei der Herstellung besserer Gläser für seine berühmten, farbfehlerfreien Fernrohre.

Mit Fraunhofer-Linien zum modernen Weltbild


Vierzig Jahre später gelang es Robert Bunsen und Gustav Kirchhoff in Heidelberg die Natur der fraunhoferschen Linien zu verstehen: Es sind die Fingerabdrücke der chemischen Elemente in der Sonne. Zeitgleich wurde die Rot-Verschiebung der Fraunhofer-Linien durch die Bewegung der kosmischen Quellen von uns weg durch den nach Christian Doppler benannten Effekt entdeckt. Mit diesen Fortschritten begann die astrophysikalische Eroberung des Universums, die zu unserem modernen Weltbild geführt hat.


Lemke auch im Ruhestand aktiv


Prof. Dr. Dietrich Lemke wechselte 1969 als Postdoc von der Landessternwarte Heidelberg zum benachbarten, neugegründeten, Max-Planck-Institut für Astronomie. Hier wurde er, nach einem Forschungsaufenthalt in den USA, verantwortlicher Wissenschaftler für die Beteiligung des Instituts an mehreren Weltraum-Observatorien, wie Ballon-Teleskop Thisbe, der Infrarot-Satellit ISO und das Weltraum-Teleskop Herschel. Im Ruhestand arbeitet er im MPIA auch an Themen der Astronomie-Geschichte. Es gelten die regulären Eintrittspreise von 8,50 Euro und 6 Euro.


zur Startseite