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Projekt "Denk deine Stadt" nimmt Formen an



Braunschweig

Projekt "Denk deine Stadt" nimmt Formen an

von Sina Rühland



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Braunschweig. Experten entwickeln Zukunftsbild weiter: am Dienstag haben sich 160 Experten aus Vereinen, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung getroffen, um über die weiterentwickelten Ideen der Bürger zu dem Beteiligungsprojekt "Denk deine Stadt" zu sprechen. 

Auf Grundlage der ersten beiden von drei Runden des Bürgerdialogs hat das von der Stadt beauftragte Planungsbüro urbanista im Februar ein Rohentwurf des Zukunftsbildes für Braunschweig erarbeitet, der nun erstmals einer ausgewählten Fachöffentlichkeit aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft vorgestellt wird. Die bisherigen Ergebnisse des Dialogs „Denk Deine Stadt“ wurden dazu in Leitziele, Strategien und Handlungsaufträge für die Verwaltung übersetzt. In einem strukturierten Verfahren sind die Expertinnen und Experten aufgerufen, bis Ende März ihre fachliche Einschätzung zum Zukunftsbildentwurf abzugeben.


Oberbürgermeister Markurth zeigte sich am Dienstagabend im Haus der Wissenschaft erfreut, dass nicht nur bei den Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch in den Institutionen ein großes Interesse an der aktiven Mitgestaltung des Zukunftsbildes besteht. „Die ganze Stadtgesellschaft arbeitet am Zukunftsbild, alle bringen ihr Wissen ein.“ Die versammelte Expertenriege rief der Oberbürgermeister dazu auf, den nun vorliegenden Rohentwurf kritisch abzuklopfen.

Die über 5.000 Anregungen und Hinweise der Bürger, auf denen der Entwurf des Leitbildes maßgeblich fußt, seien ein wertvoller Grundstock, sagte Stadtbaurat Heinz Leuer. Jetzt gehe es darum, noch einmal zu schauen: Wurde nichts Wesentliches vergessen? Sind alle wichtigen Themenfelder benannt, die die Stadtverwaltung bereits bearbeitet? Können auf der Grundlage der Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger noch weitergehende Ziele für die Zukunft formuliert werden? Außerdem sei es wichtig, im Zukunftsbild auch die Themenfelder in den Blick zu nehmen, in denen Braunschweig bereits gut aufgestellt ist. Der Oberbürgermeister nannte Themen wie Arbeitsmarkt, Gesundheitsversorgung oder die Angebote der Kulturstadt, die es zu bewahren und weiterzuentwickeln gelte. „Dazu erwarten wir jetzt noch einmal Ideen und Anregungen der Experten.“

Das letzte Wort zum Zukunftsbild haben dann wieder die Bürger: Nach Einarbeitung der Rückmeldungen der Expertinnen und Experten geht der Bürgerdialog in die dritte und letzte Runde. Auf einer dritten Werkstatt im April (nach dem Auftakt im Herbst 2015 und der 2. Werkstatt Anfang 2016) und auf www.denkdeinestadt.de können alle nochmal eine Rückmeldung zum überarbeiteten Entwurf geben und dem Zukunftsbild den nötigen Feinschliff verpassen, ehe es im Juni dem Rat zum Beschluss vorgelegt wird. Der jetzt diskutierte Rohentwurf des Zukunftsbildes kann ab dem 2. März auf www.denkdeinestadt.de eingesehen werden.


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