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Braunschweig: Antisemitische Beleidigungen auf Querdenker-Demo



Braunschweig

Querdenker-Demo: Antisemitische Beleidigungen und mehrere Versammlungsausschlüsse

Mehrere Personen seien wegen "ungeeigneter Mund-Nasen-Bedeckungen" von der Demonstration ausgeschlossen worden.

von Marvin König


Polizeifahrzeuge am Schloss in Braunschweig. (Archivbild)
Polizeifahrzeuge am Schloss in Braunschweig. (Archivbild) Foto: Werner Heise

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Braunschweig. Auf der seit 14 Uhr laufenden Demonstration der Querdenker-Bewegung in Braunschweig sei es bereits zu mehreren Versammlungsausschlüssen gekommen. Grund hierfür sei laut Polizeisprecher Dirk Oppermann in "mehreren Fällen" das Tragen einer nicht geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung, in einem Fall eine Beleidigung zum Nachteil eines "Nichtversammlungsteilnehmers."



Da die Polizei bislang nur einen Fall von Beleidigung aufgenommen habe und die Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter auf einen entsprechenden Post reagiert hat ist davon auszugehen, dass es sich bei dem betreffenden Fall um eine Beleidigung gegen David Janzen, ehemaliger Sprecher des Braunschweiger Bündnisses gegen Rechts, handelt. Dieser sei nach eigenen Angaben aus der Demo heraus mit "Juden Janzen" und "geh nach Israel" angepöbelt worden. Die Polizei habe eine Anzeige aufgenommen und den Beschuldigten von der Versammlung ausgeschlossen.

Wie Polizeisprecher Dirk Oppermann weiter berichtet, sei es ansonsten bislang zu keinen weiteren Störungen gekommen. Fotos der Demonstration belegen, dass mehrere Anhänger der Partei "Die Rechte" an der Versammlung teilnehmen. Entgegen der erwarteten 800 Teilnehmer nehmen bislang etwa 150 Personen an der Versammlung teil. Die Abschlusskundgebung soll um 17 Uhr stattfinden.

Aktualisiert: Wie die Polizei am Abend berichtet, hätte sich der Großteil der Teilnehmer an die geltenden Hygieneauflagen gehalten. Man ziehe insgesamt ein positives Fazit. Jedoch wurden während der gesamten Versammlung 20 Ordnungswidrigkeiten Anzeigen gegen einzelne Teilnehmer gefertigt, da diese die vorgeschriebenen Mund-Nasen-Bedeckungen nicht oder nur unzureichend trugen. Insgesamt hätten sich laut Polizei "deutlich weniger" Menschen auf dem Schlossplatz eingefunden, als zunächst angekündigt waren. Wie es in einem Bericht heißt, fanden sich zu dem angekündigten Aufzug "zunächst nur rund 80 Menschen" ein.


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