Rechte, Proteste und ein Autokorso - Das wird der Demo-Samstag

Gleich sieben politische Veranstaltungen wurden angemeldet. Brisant könnte es am Hauptbahnhof werden.

von Alexander Dontscheff


Für die Polizei dürfte es am Hauptbahnhof wieder einiges zu tun geben. Archivbild
Für die Polizei dürfte es am Hauptbahnhof wieder einiges zu tun geben. Archivbild Foto: Niklas Eppert

Braunschweig. Der Stadt Braunschweig steht morgen ein regelrechter Demo-Samstag ins Haus. Gleich sieben politische Veranstaltungen wurden bei der Stadt angemeldet. Teilweise werden mehrere hundert Menschen erwartet. Brisant könnte es am Bahnhof zugehen. Dort wird eine Demonstration aus dem Umfeld der Partei die Rechte erwartet. Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts veranstaltet eine Gegenkundgebung. Und auch einen Autokorso soll es wieder geben.


Offiziell heißt es seitens der Stadt, dass ab 14 Uhr eine Versammlung zum Thema „Pandemiewahnsinn und Behördenwillkür entgegentreten!" durch eine Privatperson angemeldet wurde. Nach der Kundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz soll es einen Aufzug zum Friedrich-Wilhelm-Platz und wieder zurück geben. Der Anmelder erwarte 50 bis 100 Teilnehmer. Die Partei die Rechte Braunschweig Hildesheim bewirbt diese Veranstaltung im Internet als die ihrige.

Kundgebung des Bündnisses gegen Rechts


Für das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts ist diese Veranstaltung am Tag des Abschlusses der diesjährigen Wochen gegen Rassismus ein Affront. „Braunschweig hat eine starke und vielfältige Zivilgesellschaft. Ständige Provokationen aus dem rechten Lager gefährden Menschen und gefährden unser Zusammenleben,“ so Sebastian Wertmüller vom Bündnis in einer Pressemitteilung. Eine Versammlung mit Kundgebungen auf dem Bahnhofsvorplatz findet ab 13 Uhr statt. Gegen 13.45 Uhr ist ein Aufzug zum Schlossplatz unter dem Motto „Solidarität. Grenzenlos“ geplant. Hier wird es ab 14 Uhr eine weitere Kundgebung geben. Erwartet werden jeweils zirka 250 Teilnehmende. Als Redner werden unter anderem Nils Mittmann, Geschäftsführer der Basketball Löwen Braunschweig, Kutlu Yurtseven, Überlebender eines NSU-Bombenanschlags in Köln und Ibrahim Arslan, Opfer und Überlebender des rassistischen Brandanschlages von Mölln 1992 zu hören sein.

Für 14 Uhr wurde bei der Stadt ebenfalls ein Autokorso mit bis zu 100 Fahrzeugen zum Thema „Frieden, Freiheit, Demokratie“ angemeldet. Start und Ziel sei an der Porschestraße. Auch hier wird als Anmelder eine Privatperson genannt. In der Vergangenheit waren die Teilnehmer solcher Veranstaltungen meist dem Bereich der Kritiker der Corona-Politik oder den sogenannten Querdenkern zuzuordnen.

Mehrere Veranstaltungen auf dem Kohlmarkt


Einiges los ist am Samstag auch auf dem Kohlmarkt. Neben dem dort jeden Samstag präsenten Stand der BIBS wurde für 10 Uhr durch eine Privatperson eine Versammlung unter anderem zum Thema „Abrüstung statt Aufrüstung“ angemeldet. Ab 11. Uhr soll eine nicht häher spezifizierte Mahnwache stattfinden. Der private Anmelder erwarte 10 bis 15 Teilnehmende. Der Verein Belarus Razam hat für 15 Uhr eine Versammlung zum Thema "Solidaritätsaktion mit Belarus-Protest - Aktuelle politische Situation in Belarus" geplant. Erwartet werden zirka 70 Teilnehmende. Anlass ist der belarussische Freiheitstag am 25. März. Laut einer Pressemitteilung des Vereins wird es bis 17 Uhr einen Informationsstand geben.

Nebenan auf dem Altstadtmarkt hat die Seebrücke Braunschweig für 11 Uhr eine „Mahnwache für die verstorbenen, verletzten und verzweifelten Geflüchteten an den EU-Außengrenzen“ angemeldet.


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