Rechte Straftaten in der Region: Land legt Zahlen vor

Das Niedersächsische Ministerium für Inneres, Sport und Digitalisierung hat nun aktuelle Zahlen rechtsmotivierter Straftaten vorgelegt.

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Symbolfoto | Foto: Alexander Panknin

Region. Wie aus den aktuellen Antworten der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Landtagsabgeordneten Michael Lühmann (Grüne) hervorgeht, verzeichneten die Sicherheitsbehörden allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 über 450 politisch motivierte Delikte von rechts im Großraum Braunschweig.



Die Stadt Braunschweig verzeichnete dabei mit insgesamt 152 Fällen die höchste Zahl in der Region. Die monatlichen Meldungen blieben dort mit 54 Taten im ersten, 45 im zweiten und 53 im dritten Quartal auf einem beständigen Niveau.

Entwicklung in den Landkreisen und Städten


In den umliegenden Landkreisen und Städten stellt sich die Situation unterschiedlich dar. Im Landkreis Goslar sank die Zahl der registrierten Fälle von 26 zu Jahresbeginn auf 10 im dritten Quartal. In den Kreisen Peine (insgesamt 38 Fälle), Gifhorn (35 Fälle), Helmstedt (32 Fälle) und Wolfenbüttel (32 Fälle) blieb das Geschehen über den Zeitraum von neun Monaten weitgehend gleich. Wolfsburg meldete insgesamt 29 Taten, während in Salzgitter nach 16 Fällen im ersten Quartal ein Rückgang auf 4 Fälle im dritten Quartal verzeichnet wurde.

Registrierte Gewaltdelikte und Hintergründe


Bei den Gewaltdelikten wurden für die Stadt Braunschweig im ersten Halbjahr insgesamt sieben Fälle erfasst. In der zweiten Jahreshälfte kamen dort keine neuen Gewalttaten hinzu, während im dritten Quartal jeweils ein Fall in den Landkreisen Gifhorn und Goslar registriert wurde. Landesweit bildeten laut Innenministerium Motive wie Fremdenfeindlichkeit und Hasskriminalität gegen Minderheiten die häufigsten Hintergründe der Taten.