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Rechte Veranstaltung in Sudmerberg fiel ins Wasser


Symbolfoto: Alec Pein
Symbolfoto: Alec Pein Foto: Alec Pein

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16.03.2016




Goslar. Eine offenbar starkt rechts orientierte Veranstaltung war am vergangenen Wochenende in Sudmerberg geplant. Der Verantwortliche des Veranstaltungsgebäudes wurde jedoch misstrauisch - entsprechende Recherchen bestätigten seinen Verdacht und veranlassten ihn von der Mietvereinbarung zurückzutreten.

Am vergangenen Freitag wurde der Polizeiinspektion Goslar durch Verantwortliche eines Veranstaltungsgebäude im Stadtteil Sudmerberg mitgeteilt, dass deren Räumlichkeiten für eine Tagesveranstaltung mit rund 150 Personen für den folgenden Samstag, den 12. März, angemietet worden war. Bereits im Laufe des Tages war entsprechendes Equipment von Personen, die offensichtlich dem rechtsorientierten Spektrum zuzuordnen sind, angeliefert worden. Entsprechende Recherchen ergaben daraufhin, dass auf dem Facebook-Account "Helden sterben nie" für eine Veranstaltung im Großraum Harz geworben wurde, bei dem ein "Zeitzeuge von seiner unglaublichen Zeit an der Ostfront, im russischen Winter bei -51 Grad mit Sommeruniform" berichten sollte.

Die Veranstaltung war dort als bereits ausverkauft angekündigt. Auf Grund des Umstands, dass die Räumlichkeiten unter Vorspiegelung eines anderen Grundes angemietet worden waren, wollte der Vermieter nun den Saal nicht mehr zur Verfügung stellen und trat vom Vertrag zurück. Das teilte er am Samstagmittag den ersten eintreffenden Veranstaltungsteilnehmern im Beisein von Polizeibeamten mit. Dies führte zwar zunächst zu entsprechendem Unmut, nach einer Bedenkzeit wurde der Saal dann allerdings wieder geräumt.


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