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Rechtsextreme als Sicherheitsdienst im Zug zum Eintracht-Spiel



Braunschweig

Rechtsextreme als Sicherheitsdienst im Zug zum Eintracht-Spiel


Im Zug der Westfalenbahn, vollbesetzt mit Eintrachtfans, sollten unter anderem zwei Rechtsextreme für Sicherheit sorgen. Symbolfoto: Archiv
Im Zug der Westfalenbahn, vollbesetzt mit Eintrachtfans, sollten unter anderem zwei Rechtsextreme für Sicherheit sorgen. Symbolfoto: Archiv Foto: Max Förster

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Braunschweig. Offenbar wurde für den Zug der Eintrachtfans zum Auswärtsspiel bei Fortuna Köln am Samstag Sicherheitspersonal eingesetzt, das der rechten Szene angehört. Das bestätigt die WestfalenBahn, die sofort reagiert habe und gleichzeitig Konsequenzen ankündigt.



"Bei dem von der WestfalenBahn beauftragten Sicherheitsdienst waren zwei Personen angestellt, die an diesem Tag im Rahmen der Fahrgastsicherheit die Zugfahrt begleiteten. Aus dem Zug heraus veröffentlichten die Personen rechtsextremes Gedankengut in Form von Instagram-Beiträgen", teilt die WestfalenBahn mit.

Der WestfalenBahn sei bei der Beauftragung des Sicherheitsdienstes nicht bekannt gewesen, dass die Personen weder bei dem Dienstleister angestellt waren, noch in den Zügen der WestfalenBahn eingesetzt werden würden. Die WestfalenBahn distanziere sich ausdrücklich von rechtsradikalen Ideologien und bedauere zutiefst, dass es zu diesem


Ereignis gekommen sei.

Personen wurden umgehend vom Zug abberufen


"Unser Vertragspartner hat uns noch am selben Tag sein Bedauern mitgeteilt und notwendige Konsequenzen gezogen. Die besagten Personen wurden umgehend vom Zug abberufen und werden auch in Zukunft nicht mehr über den Dienstleister in Zügen der WestfalenBahn eingesetzt", so der Verkehrsbetrieb weiter. Fortgehend müssten alle Personen, die über externe Dienstleister in den Zügen der WestfalenBahn tätig sind, die unternehmenseigene Verhaltensrichtlinie akzeptieren.

Der Dienstleister habe sich weiterhin verpflichtet, das bei der WestfalenBahn eingesetzte Personal, sorgfältiger auszuwählen und vorab zu überprüfen, damit Vorfälle wie die vom vergangenen Samstag sich in Zukunft nicht wiederholen.


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