Region. Der Textildiscounter KIK ist auch in unserer Region mit etlichen Filialen vertreten. Nun berichten Medien über zahlreiche Schließungen in ganz Europa. regionalHeute.de hat bei KIK nachgefragt, ob auch in der Region Niederlassungen von einer Schließung bedroht sind.
Das Unternehmen besteht bereits seit mehr als 30 Jahren, betreibt europaweit mehr als 4.200 Filialen und beschäftigt über 32.000 Mitarbeiter. Nun will der Textil- und Non-Food-Discounter im ersten Quartal dieses Jahres europaweit rund 50 Filialen schließen, wie ein Pressesprecher auf unsere Anfrage hin bestätigt – 25 davon allein in Deutschland. Man prüfe fortwährend, wie man sich als Unternehmen produktiver und effizienter aufstellen könne, und passe sich neuen Entwicklungen und Erfordernissen an. KiK sei daher aktuell im Prozess einer langfristigen Portfoliobereinigung, die man 2025 begonnen habe und die man sorgfältig und planvoll umsetze, um das Unternehmen nachhaltig und zukunftssicher aufzustellen. Im selben Zeitraum eröffne man insgesamt neun Standorte – in Deutschland werde es eine neue Filiale geben.
Das sind die Gründe
Die Rahmenbedingungen für Handelsunternehmen hätten sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert – es gebe veränderte Wettbewerbsdynamiken und ein härter umkämpftes Marktumfeld, aber auch anhaltende Inflation, eine spürbare Kaufzurückhaltung der Kunden sowie zeitweise beeinträchtigte Lieferketten. Diese Veränderungen würden die gesamte Branche vor erhebliche Herausforderungen stellen und auch an KiK nicht spurlos vorbeigehen.
Großteil der Filialen profitabel
Man habe diese Veränderungen und neuen Dynamiken rechtzeitig erkannt und führe das Unternehmen stabil in die Zukunft. Dies tue man auf einer sehr soliden Basis: Der größte Teil der europaweit 4.200 Filialen arbeite profitabel, man habe eine enorme Markenbekanntheit und eine zunehmend wachsende Stammkundschaft. Diesen erfolgreichen und gesunden Kern wolle man stärken.
Das sagt KIK zu Schließungen in der Region
Zu dieser Stärkung gehört offenbar auch die Schließung nicht profitabler Filialen. Von den über 2.300 Niederlassungen in Deutschland werden 25 geschlossen, wie es seitens des Unternehmens heißt. Die dortigen Mitarbeiter müssten trotzdem nicht um ihre Jobs bangen, da man in der Regel aufgrund des dichten Filialnetzes Möglichkeiten zur Weiterbeschäftigung anbieten könne. Ob unter den 25 Filialen, die deutschlandweit geschlossen werden, auch Geschäfte in der Region betroffen sind, wollte man auf unsere Nachfrage jedoch nicht sagen.

