Regionalverband begrüßt schnelleren Windkraftausbau

Den Verband stört bislang, dass es zahlreiche Klagemöglichkeiten gibt.

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Symbolbild Foto: Über dts Nachrichtenagentur

Braunschweig. Der Regionalverband Großraum Braunschweig begrüßt Pläne des niedersächsischen Umweltministers Christian Meyer, die den Bau von Windkraftanlagen erleichtern sollen. Das teilte der Verband am heutigen Mittwoch mit. "Seit langem fordern wir, die Prozesse für die Errichtung von Windkraftanlagen zu beschleunigen", sagte der Verbandsvorsitzende des Regionalverband Großraum Braunschweig, Detlef Tanke. "Wir freuen uns, dass Minister Meyer und Bundesminister Robert Habeck endlich handeln. Noch mehr würde ich mich freuen, wenn auch bei weiteren Planungen wie zum Beispiel beim Bau von Bahnschienen Hürden aus dem Weg genommen würden."


Bremsend sei die derzeitige Rechtslage, so Tanke. Zu Unrecht seien der Regionalverband und weitere Behörden oft kritisiert worden, dass die Verfahren so lange dauerten. "Viel, viel länger als unsere Ausweisung der Vorranggebiete für Windkraft ist der Weg bis unsere Planungen rechtskräftig werden", sagte er. Jeder könne jederzeit Einwände hervorbringen, deren Berechtigung von Gerichten geprüft werden müssten. "Das kostet uns Jahre", klagte der Regionalverbandsvorsitzende. In diesem Zusammenhang erinnerte er an die Schreiben des Verbands sowohl an den Bund als auch an das Land zur Absenkung der Fehlerbeachtlichkeit bei Planungen, um gemeinwohlorientierte Beschlüsse nicht an Kleinigkeiten vor Gericht scheitern zu lassen.

Regionalverband zeigt sich motiviert


Insofern begrüßt Tanke, dass bald einmal erstellte Gutachten und Prüfungen etwa zum Artenschutz bald ihre Gültigkeit behalten sollen und dass Teil-Pläne allein für Erneuerbare Energien außerhalb der Regionalen Raumordnungsprogramme möglich sein sollen. Das werde die Planung noch weiter beschleunigen. Dass künftig Kommunen und Bürgerschaft finanziell von den Anlagen in ihrer Umgebung profitieren sollen, sei ein guter Vorschlag, um Einwände und Klagen zu reduzieren, so Tanke.

"Wir sind hochmotiviert, unseren Beitrag zum Ziel der Landesregierung zu leisten", erklärt Tanke. "Bereits unsere jetzigen Vorranggebiete machen 1,4 Prozent der Fläche unserer Region aus. Wir liegen damit deutlich über dem bisherigen 1,1-Prozent-Ziel des Landes." Seit der Ausweisung der Vorranggebiete durch den Regionalverband im Jahr 2020 entstehen stetig neue Anlagen. 2,2 Prozent der Fläche bis 2026 als Vorranggebiete für Windkraft auszuweisen, so wie es das neue Ziel des Landes ist, sei laut Tanke ebenfalls möglich, wenn Land und Bund schnell Rahmenbedingungen klarstellen. "Wir sind gespannt, welche konkrete Maßnahmen zur Beschleunigung nun folgen", sagte der Verbandsvorsitzende. "Wichtig ist, dass unsere Planungen schneller rechtskräftig werden. Der Regionalverband bringt gerne seine Expertise ein", so Tanke.


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